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Zwischen Verdrängung und Vereinnahmung

Authors
  • Morina, Christina1
  • 1 Universität Bielefeld, Universitätsstrasse 25, 33615, Germany , (Germany)
Type
Published Article
Journal
Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
Publisher
De Gruyter Oldenbourg
Publication Date
Apr 01, 2020
Volume
68
Issue
2
Pages
249–295
Identifiers
DOI: 10.1515/vfzg-2020-0017
Source
De Gruyter
Keywords
License
Yellow

Abstract

Die hier erstmals veröffentlichte Analyse des sogenannten Historikerstreits, die 1988 in der Hauptverwaltung Aufklärung des Ministeriums für Staatssicherheit verfasst wurde, zeigt exemplarisch, dass dieser keine rein westdeutsche Auseinandersetzung war. Die zwischen Verdrängung und Vereinnahmung changierende Strategie, mit der Historiker, SED-Führung und Staatssicherheit die Kontroverse medial, wissenschaftspolitisch und geheimdienstlich zu instrumentalisieren suchten, zeigt den spezifischen Umgang mit dem Holocaust in der DDR in einem neuen Licht. Zugleich lenkt sie den Fokus auf die bisher wenig beachtete gesamtdeutsche Dimension einer historisch-politischen Debatte, deren innerdeutsche Konvergenzen und Divergenzen in der politischen Kulturgeschichte der Bundesrepublik weit über die Zäsur von 1989/90 hinaus virulent bleiben.

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