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Zeichnen unter Einfluss von Halluzinogenen

Authors
  • Ladisich, Walter
Type
Published Article
Journal
Spektrum der Augenheilkunde
Publisher
Springer Vienna
Publication Date
Feb 06, 2018
Volume
32
Issue
3
Pages
174–176
Identifiers
DOI: 10.1007/s00717-018-0394-9
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Der Begriff „psychedelische Kunst“ entstand in den 1960er-Jahren hauptsächlich durch Erfahrungen mit dem Halluzinogen Lysergsäurediäthylamid (LSD), welches 1943 von Albert Hofmann entdeckt worden war und schon in sehr geringer Dosis wirkt. Teilweise wurden Eindrücke des Rausches nachempfunden und bildnerisch gestaltet, teilweise entstanden Werke während des Rauschzustands mit LSD oder anderen Halluzinogenen. Man erhoffte sich eine große Zukunft dieser neuen Kunstsparte, die jedoch nicht eintrat. Nicht nur in Amerika wurde experimentiert, sondern auch in Europa, z. B. in München und Wien, wo 1968 mehrere namhafte Künstler unter LSD zeichneten. Mit diesem Material gab es 1992 eine Ausstellung in der Wiener Albertina. In den Protokollen der Sitzungen zeigte sich u. a. ein Grund, warum bewusstseinserweiternde Drogen letztlich nicht zu Verbesserung des künstlerischen Potenzials und damit zu bedeutenden spezifischen Kunstwerken führten. Im Wesentlichen scheinen Gedankenflucht bzw. Konzentrationsstörungen sowie mangelhaftes Herausfiltern irrelevanter Elemente dafür maßgeblich zu sein. Psychedelische Kunst hat sich nicht als Stilrichtung wie etwa Impressionismus oder Surrealismus etablieren können.

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