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Vom Schwarzen Tod und lebenden Toten. Historische Figurationen von Pest und Lepra und ihre Rezeption

Authors
  • Uhrmacher, Martin
Publication Date
Jan 01, 2020
Source
ORBilu
Keywords
Language
German
License
Green
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Abstract

Pest und Lepra gehören zu den schrecklichsten Krankheiten der Geschichte. Die Erfahrung mit diesen Seuchen hat sich tief ins kollektive Gedächtnis europäischer Gesellschaften eingegraben und wirkt bis heute nach – und das, obwohl beide Krankheiten schon lange aus Europa verschwunden sind: die Lepra seit ca. 300 Jahren und die Pest seit dem Ende des 19. Jahrhunderts. Im Beitrag werden historischen Figurationen von Lepra und Pest und deren Ursprünge in den Blick genommen. Dabei soll vor allem der Frage nachgegangen werden, wie die mittelalterlichen Gesellschaften auf die Bedrohung durch die Seuchen reagierten und welche Methoden angewandt wurden, um die schicksalhaften und unerklärlichen Krankheitserfahrungen verständlich zu machen und zu kategorisieren. Hierzu werden in erster Linie ikonografische Quellen in den Blick genommen. Denn im Gegensatz zu den schriftlichen Überlieferungen bieten die ästhetischen Dimensionen der zeitgenössischen Krankheitsdarstellungen einen tieferen und wirkmächtigeren Einblick in die Ursprünge der bis heute wirksamen Lepra- und Pestmotivik.

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