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Sucht und Abstinenz im Zusammenhang mit der Aktivierung früher Persönlichkeitsstrukturen

Authors
  • Kipp, Johannes1
  • Stolzenburg, Hans-Jürgen1
  • 1 Ludwig-Noll-Krankenhaus, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Städtischen Kliniken Kassel GmbH
Type
Published Article
Journal
Psychotherapeut
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Jan 01, 2000
Volume
45
Issue
1
Pages
32–38
Identifiers
DOI: 10.1007/s002780050005
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Suchterkrankungen sind nicht zwangsläufig auf eine strukturelle (frühe) Persönlichkeitsstörung zurückzuführen, auch wenn bei manifest Suchtkranken frühe Mechanismen klinisch zu beobachten sind. Die Entstehung ist in einem weiteren Kontext zu sehen: Sie hängt ab von der „positiven” Wirkung des Suchtmittels im Sinne von Wunscherfüllung und Entspannung sowie von gesellschaftlich akzeptierten Einstellungen zum Gebrauch von Suchtmitteln, z.B. in „legitimen” Ritualen des Konsums (z.B. Trinksitten), in denen, bei leichter Verfügbarkeit von Suchtmitteln, durch das häufige Herbeiführen von Rauschzuständen regressive Veränderungen der Persönlichkeitsstruktur erfolgen. Stoßen Menschen durch die Regression unter Alkohol auf Erfahrungen von Unlust und Spannung, so schränken sie ihren Alkoholkonsum ein.

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