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Seltene, in Deutschland nicht endemische Infektionen der Lunge

Authors
  • Pfäfflin, Frieder1
  • Stegemann, Miriam Songa
  • 1 Charité – Universitätsmedizin Berlin,
Type
Published Article
Journal
Der Pneumologe
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
Nov 03, 2020
Pages
1–12
Identifiers
DOI: 10.1007/s10405-020-00352-3
PMCID: PMC7607892
Source
PubMed Central
Keywords
License
Unknown

Abstract

Es werden Infektionen der Lunge durch Viren, Bakterien, Pilze und Parasiten dargestellt, die in Deutschland nicht endemisch und wenig bekannt sind. Die zoonotische Influenza, das „middle east respiratory syndrome“ (MERS) und die Pest können mit potenziell schweren pulmonalen Komplikationen mit hoher Mortalität und der Gefahr einer nosokomialen Ausbreitung einhergehen, sodass Betroffene isoliert werden müssen. Die Melioidose, Blastomykose, Parakokzidioidomykose und Histoplasmose werden oft zunächst als ambulant erworbene Pneumonie mit typischem Erregerspektrum verkannt. Ein wichtiger Schlüssel zur Diagnose ist die Anamnese mit Abfrage möglicher Expositionen in Endemiegebieten. Die Paragonimiasis manifestiert sich meist wenige Wochen nach dem Verzehr erregerhaltiger roher Meeresfrüchte, typisch ist eine ausgeprägte Eosinophilie. Es werden für die jeweiligen Erreger relevante Aspekte von Epidemiologie, klinischem Verlauf, Therapie und ggf. Prävention beleuchtet, da jederzeit mit Fällen in Deutschland gerechnet werden muss.

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