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Review: Pneumothorax und Fliegen

Authors
  • Kayser, M.1
  • Welte, T.1
  • 1 Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Pneumologie, Carl-Neuberg-Str. 1, Hannover, 30625, Deutschland , Hannover (Germany)
Type
Published Article
Journal
Der Pneumologe
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
Feb 01, 2019
Volume
16
Issue
3
Pages
153–159
Identifiers
DOI: 10.1007/s10405-019-0229-7
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

HintergrundIn Zeiten steigender Fluggastzahlen und eines steigenden Fluggastdurchschnittsalters nimmt auch die Zahl medizinischer Notfälle während des Flugs zu. Wegen der physikalischen Verhältnisse während des Flugs erscheint das Pneumothoraxrisiko erhöht.Ziel der ArbeitBeschrieben werden Inzidenz und Risikopopulationen für einen flugassoziierten Pneumothorax sowie das Risiko beim Fliegen mit oder kurz nach Pneumothorax.Material und MethodenAnalyse der vorhandenen Literatur sowie der Empfehlungen der Luftfahrtverbände und medizinischer Fachgesellschaften.ErgebnisseDie Inzidenz eines flugassoziierten Pneumothorax ist selbst bei Patienten mit pulmonaler Grunderkrankung sehr gering. Eine erhöhte Inzidenz von bis zu 2 % pro Flug fand sich bei Patienten mit bestimmten zystischen Lungenerkrankungen, insbesondere dem Birt-Hogg-Dubbe-Syndrom (BHD) und der Lymphangioleiomyomatose (LAM). Die Empfehlungen zum Flugverhalten nach stattgehabtem Pneumothorax sind uneinheitlich und basieren weitgehend auf Expertenmeinungen. Eine Flugreise ist 14 Tage nach Resorption eines Pneumothorax sicher. Es gibt einen Anhalt dafür, dass Fliegen mit chronisch-stabilen sowie sehr kleinen Pneumothoraces kein Risiko darstellt.DiskussionDie Datenlage zum Thema ist gering. Das flugassoziierte Pneumothoraxrisiko der Allgemeinbevölkerung ist marginal, bei Patienten mit BHD und LAM zeigte sich jedoch eine vermehrte Inzidenz. Ob dies flugassoziiert ist, oder nur das intrinsisch hohe Pneumothoraxrisiko dieser Patientengruppen wiederspiegelt, ist umstritten. Bei Patienten mit stattgehabtem Pneumothorax ist Fliegen 14 Tage nach Resorption sicher. In Abwägung des Verlaufs sowie der Ursache des Pneumothorax kann ein früherer Flug oder sogar ein Flug mit sehr kleinem Restpneumothorax in Erwägung gezogen werden.

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