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Primärprävention im Rahmen des Hautkrebsscreenings

Authors
  • Krensel, M.1
  • Schäfer, I.1
  • Zander, N.1
  • Augustin, M.1
  • 1 Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE), Institut für Versorgungsforschung in der Dermatologie und bei Pflegeberufen (IVDP), Martinistr. 52, Hamburg, 20246, Deutschland , Hamburg (Germany)
Type
Published Article
Journal
Der Hautarzt
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
Feb 01, 2019
Volume
70
Issue
6
Pages
432–437
Identifiers
DOI: 10.1007/s00105-019-4355-2
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

HintergrundDas Programm zur Früherkennung von Hautkrebs in Deutschland dient der frühzeitigen Identifizierung von Hauttumoren mit dem Ziel der risikoärmeren Entfernung und der Vermeidung einer Progression.Ziel der ArbeitZiel der Studie ist es zu untersuchen, inwieweit im Zuge der Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs (HKS) auch primärpräventives Wissen vermittelt wird.MethodenDiese Fragestellung wurde aus Sicht von Screeningteilnehmern und Dermatologen untersucht. Der Anteil an entsprechend informierten Personen unter den Gescreenten wurde anhand einer Befragung einer repräsentativen Stichprobe der deutschen Standardbevölkerung von n = 1004 Personen ermittelt. Die Vermittlung von Informationen zu primärpräventivem Verhalten wurde anhand einer Befragung dermatologischer Praxen (n = 444) erfasst. Beide Erhebungen wurden deskriptiv ausgewertet.ErgebnisseIn der Allgemeinbevölkerung gab unter denjenigen Personen, die ein HKS bei sich durchführen ließen (n = 397), der Großteil (74 %) an, dass im Zuge des Screenings Informationen über den Schutz vor UV-Strahlen vermittelt wurden. Unter den Dermatologen, die das HKS anbieten (n = 424), gaben 70 % an, alle HKS-Teilnehmer über Maßnahmen zur Vorbeugung von Hautkrebs persönlich zu informieren, 46 % gaben stets oder überwiegend schriftliches Material im Anschluss an das HKS aus.DiskussionDem HKS kommt neben der sekundärpräventiven auch eine wichtige primärpräventive Funktion zu, wobei Verbesserungspotenzial besteht, da ca. ein Viertel der HKS-Teilnehmer keine Informationen zu präventivem Verhalten vom untersuchenden Arzt erhält. Die Beantwortung der Frage, in welchem Umfang diese Informationen von den HKS-Teilnehmern tatsächlich umgesetzt werden, bedarf einer Längsschnittstudie.

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