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Pneumatization of the zygomatic process of temporal bone on computed tomograms.

Authors
  • Friedrich, Reinhard E1
  • Viezens, Liska2
  • Grzyska, Ulrich3
  • 1 Oral and Craniomaxillofacial Surgery, Eppendorf University Hospital, University of Hamburg, Germany. , (Germany)
  • 2 Oral and Craniomaxillofacial Surgery, Eppendorf University Hospital, University of Hamburg, Germany; Neuroradiology, Eppendorf University Hospital, University of Hamburg, Germany. , (Germany)
  • 3 Neuroradiology, Eppendorf University Hospital, University of Hamburg, Germany. , (Germany)
Type
Published Article
Journal
GMS Interdisciplinary plastic and reconstructive surgery DGPW
Publication Date
Jan 01, 2016
Volume
5
Identifiers
DOI: 10.3205/iprs000095
PMID: 27347473
Source
Medline
Keywords
License
Unknown

Abstract

Ziel: Pneumatisationen des Jochbogens [Zygomatic air cells (ZAC)] stellen eine anatomische Variante der Pneumatisationen des Schläfenbeins dar, die keiner Behandlung bedürfen. Allerdings können ZAC die Planung und Durchführung chirurgischer Maßnahmen der Kiefergelenksregion beeinflussen, z.B. bei der Weiterleitung von Infektionen. Aktuelle Berichte legen die Schlussfolgerung nahe, dass die Computertomographie (CT) häufiger ZAC abbildet, als dies mit der in der Erstdiagnostik der Kiefer häufig gebräuchlichen Panoramaschichtaufnahme (PSA) gelingt. Das Ziel dieser Untersuchung war die Bestimmung der Prävalenz von ZAC auf CT der Temporalregion bei einer Untersuchungsgruppe, die nicht durch Zuweisung an eine Zahnklinik vorselektioniert gewesen ist. Zusätzlich wurde eine ausgedehnte Literaturrecherche durchgeführt, um die Prävalenz der ZAC einzuschätzen und den Einfluss der Untersuchungstechnik auf die Definition der Entität zu bestimmen. Material und Methoden: Digitalisierte kraniale CTs von 2007 Patienten wurden retrospektiv analysiert. Die Frankfurter Horizontale wurde benutzt, um ZAC auf sagittalen CT zu definieren. Ergebnisse: In der Untersuchungsgruppe befanden sich 806 weibliche (40.16%) und 1201 männliche Patienten (59.84%). Der Mittelwert des Lebensalters der Gesamtgruppe war 49,96 Jahre (weiblich: 55,83 Jahre, männlich: 46,01 Jahre). Ein ZAC wurde diagnostiziert bei 152 Patienten (weiblich: 66, männlich: 86). Die Anzahl unilateraler ZAC übertraf die bilateraler Befunde (115 vs. 37 Patienten). ZAC wurden bereits bei Kindern im Alter von 5 Jahren und etwas älter befundet. Die CT bildet die interessierende Region eindeutig anschaulicher ab. Allerdings kann die Auswertung der aktuellen Literatur nicht bestätigen, dass die Bevorzugung der CT als Untersuchungstechnik häufiger zu einem Nachweis von ZAC führt als dies in der PSA der Fall wäre. Der Normalbefund einer ZAC ist ein scharf begrenzter homogen strahlentransparenter Bezirk ohne Einfluss auf die Form des Knochens und beschränkt auf den Jochbogenfortsatz des Schläfenbeins.Schlussfolgerung: ZAC sind anatomische Varianten des Schläfenbeins, die in den Fokus der maxillofazialen Radiologie geraten sind, weil sie auf radiologischen Routineaufnahmen (PSA) einen auffälligen Befund darstellen können. Die harmlose anatomische Variante kann in ca. einem von dreizehn Patienten erwartet werden, deren Region im Strahlengang einer Schichtbildtechnik abgebildet wird. Die PSA ist ganz offensichtlich ausreichend, um relevante ZAC orientierend abzubilden. Allerdings sollte in der Vorbereitung operativer Eingriffe an der Eminentia articularis die Verwendung von Schichtaufnahme-Techniken bevorzugt werden, die diese Region in mehreren Ebenen abbilden.

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