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Peer Review post mortem. Bewertungen in akademischen Nachrufen

Authors
  • Hamann, Julian1
  • 1 Universität Bonn, Forum Internationale Wissenschaft, Abteilung für Wissenschaftsforschung, Heussallee 18-24, Bonn, 53113, Deutschland , Bonn (Germany)
Type
Published Article
Journal
Berliner Journal für Soziologie
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Publication Date
Dec 01, 2016
Volume
26
Issue
3-4
Pages
433–457
Identifiers
DOI: 10.1007/s11609-017-0328-4
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Bewertungen sind seit jeher ein zentraler Bestandteil der Wissenschaft. Sie schreiben nicht nur einzelnen Forschungsleistungen wie Artikelmanuskripten oder Projektanträgen Wert zu, sondern auch wissenschaftlichen Personen. Auf Personen bezogene Bewertungen werden besonders greifbar, wenn in Fachzeitschriften veröffentlichte Nachrufe die Lebensleistungen verstorbener Wissenschaftler würdigen. Der Aufsatz rekonstruiert auf der Grundlage einer qualitativen Analyse von 216 Nachrufen grundlegende Charakteristika dieser personenbezogenen Bewertungen. Erstens werden typische Praktiken herausgearbeitet, mit denen Personen in der Wissenschaft bewertet werden. Zweitens zeigt der Beitrag zeitliche, nationale und disziplinäre Variationen ausgewählter Bewertungskriterien auf. Drittens werden Modi der Selbst- und Fremdbewertung unterschieden. Vor diesem Hintergrund werden Nachrufe in einem explorativen Vergleich mit anderen akademischen und nicht-akademischen Genres personenbezogener Bewertung kontrastiert: der Beichte, der Therapie und der Wissenschaftlerbiografie. Abschließend werden die Befunde zurückgebunden an allgemeinere Konzepte der Soziologie der Bewertung.

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