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Orale Zytologie

Authors
  • Hullmann, M.1
  • Reichert, T. E.1
  • Dahse, R.2
  • von Eggeling, F.3
  • Pistner, H.4
  • Kosmehl, H.2
  • Driemel, O.1
  • 1 Klinikum der Universität Regensburg, Klinik und Poliklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, Franz-Josef-Strauß-Allee 11, Regensburg, 93053, Germany , Regensburg (Germany)
  • 2 HELIOS Klinikum Erfurt, Institut für Pathologie, Erfurt, Germany , Erfurt (Germany)
  • 3 Friedrich-Schiller-Universität Jena, Core Unit Chip-Application, Institut für Humangenetik und Anthropologie, Jena, Germany , Jena (Germany)
  • 4 HELIOS Klinikum Erfurt, Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie/Plastische Operationen, Erfurt, Germany , Erfurt (Germany)
Type
Published Article
Journal
Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Dec 20, 2006
Volume
11
Issue
1
Pages
1–9
Identifiers
DOI: 10.1007/s10006-006-0041-5
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Die orale Zytologie erfährt eine Renaissance, die durch die Einführung der Bürste als Entnahmeträger und durch die Anwendung zusätzlicher moderner Verfahren bedingt ist. Die Bürste kann tiefe Schichten der oralen Mukosa erfassen, in denen die squamöse intraepitheliale Neoplasie (SIN) beginnt. Zusätzliche Verfahren zur Bewertung der biologischen Potenz der gewonnenen oralen Epithelzellen sind: die computerunterstützte Bildanalyse (OralCDx®), die DNA-Zytometrie, die Immunzytochemie, die Dünnschichtzytologie und molekularbiologische Analysen. Alle genannten Verfahren sind geeignet, die Sensitivität (bis zu 100%) und Spezifität (bis zu 100%) der oralen Zytologie zu erhöhen. Dennoch gibt es Berichte über orale Plattenepithelkarzinome, die mithilfe der Bürstenbiopsie nicht erkannt wurden. Die Wertigkeit der einzelnen Verfahren kann aktuell aufgrund fehlender vergleichender Studien nicht abschließend beurteilt werden. Die Immunzytochemie mit kommerziellen Antikörpern gegen Laminin 5 ist allseits verfügbar und methodisch einfach. Das nichtinvasive diagnostische Verfahren der methodisch unterstützten oralen Bürstenbiopsie kann einen Beitrag zur frühen Erkennung ausgewählter Mundschleimhautläsionen leisten. Ein positiver Befund oder eine Progression der Läsion bei negativem Befund sind Indikationen zur Überweisung des Patienten an Fachkliniken und zur dort durchgeführten Skalpellbiopsie mit histopathologischer Untersuchung. Die histopathologische Begutachtung bleibt der Goldstandard in der definitiven Diagnostik maligner oraler Läsionen.

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