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Mundgesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund – Erste Auswertungen der MuMi-Studie

Authors
  • Spinler, Kristin1, 1
  • Weil, Marie-Theres1
  • Valdez, Richelle1, 1
  • Walther, Carolin1
  • Dingoyan, Demet1
  • Seedorf, Udo1
  • Heydecke, Guido1
  • Lieske, Berit1, 1
  • Kofahl, Christopher1
  • Aarabi, Ghazal1
  • 1 Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf,
Type
Published Article
Journal
Bundesgesundheitsblatt - Gesundheitsforschung - Gesundheitsschutz
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Jul 01, 2021
Volume
64
Issue
8
Pages
977–985
Identifiers
DOI: 10.1007/s00103-021-03371-4
PMID: 34212208
PMCID: PMC8316185
Source
PubMed Central
Keywords
Disciplines
  • Leitthema
License
Unknown

Abstract

Hintergrund Erste Studien heben den Migrationshintergrund von Menschen in Deutschland als eigenständigen Risikofaktor für eine mangelhafte Mundgesundheit hervor. Ein wichtiger Einflussfaktor könnte hierbei eine niedrigere Mundgesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund sein. Ziel In diesem Artikel werden Ergebnisse zur Mundgesundheitskompetenz und Mundgesundheit aus der MuMi-Studie (Förderung der Mundgesundheit und Mundgesundheitskompetenz von Menschen mit Migrationshintergrund) vorgestellt. Material und Methoden In 40 Hamburger Zahnarztpraxen wurden von Patient*innen mit und ohne Migrationshintergrund Daten zu Soziodemografie, Mundgesundheit und Mundgesundheitskompetenz erhoben. Der Zusammenhang zwischen Mundgesundheitskompetenz und Mundgesundheit wurde mittels logistischer Regressionen berechnet. Potenzielle Einflussfaktoren wurden schrittweise in die Berechnungsmodelle eingefügt. Ergebnisse Die Gruppen mit und ohne Migrationshintergrund unterschieden sich signifikant hinsichtlich ihrer Mundgesundheitskompetenz und ausgewählter klinischer Parameter ihrer Mundgesundheit (Approximalraum-Plaqueindex und Kariessanierungsgrad). Die logistischen Regressionsanalysen zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund, Mundgesundheitskompetenz und Mundhygiene auch unter Berücksichtigung von Bildung und sozioökonomischem Status. Diskussion Der Migrationshintergrund stellt einen eigenständigen Indikator für eine niedrige Mundgesundheitskompetenz und schlechtere Mundgesundheit dar. Dieser Umstand sollte stärker in den Fokus von Forschung und politischen Entscheidungen rücken, um die mundgesundheitliche Chancengleichheit in Deutschland zu erhöhen. Zusatzmaterial online Zusätzliche Informationen sind in der Online-Version dieses Artikels (10.1007/s00103-021-03371-4) enthalten.

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