Affordable Access

Access to the full text

Methodische Aspekte polysomnographischer Untersuchungen im Kindesalter

Authors
  • Scholle, Sabine1
  • Kemper, Andrea1
  • Glaser, S.1
  • Rieger, Birgit1
  • Zwacka, G.1
  • 1 Robert-Koch-Krankenhaus Apolda, Schlafmedizinisches Zentrum und Kinderklinik, Robert-Koch-Straβe 6-8, Apolda, D-99510 , Apolda
Type
Published Article
Journal
Somnologie - Schlafforschung und Schlafmedizin
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Feb 01, 1999
Volume
3
Issue
1
Pages
26–30
Identifiers
DOI: 10.1007/s11818-999-0004-9
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Unruhiger Schlaf bei Kindern kann durch externe und interne Stimuli induziert werden. Es wurde nach aussagekräftigen Parametern zur Beurteilung der Schlafqualität gesucht, z. B. Schlafeffizienz, prozentuale Anteile der einzelnen Stadien an der Gesamtschlafzeit, Anzahl der Wechsel von Schlafstadien, Lageänderungen, Häufigkeit von EEG-Arousals sowie Bewegungsarousals. Es wurden sowohl Schlafstörungen durch äuβere Einflüsse (Störung durch das Meβprozedere: first-night-Effekt) und durch innere Gegebenheiten (schlafbezogene obstruktive Atmungsstörungen) hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Schlaf untersucht. 12 Patienten (5–12 Jahre) in 2 Gruppen (Gruppe 1–6 Kinder mit obstruktiven schlafbezogenen Atmungsstörungen, Gruppe 2–6 ohne derartige Störungen, jeweils gleichaltrig) wurden an zwei aufeinanderfolgenden Nächten polygraphisch untersucht. Auch bei getrennter Betrachtung der Gruppen unterschieden sich die prozentualen Anteile des Wachseins und der Schlafstadien, NREM 1-4 und REM an der Schlafperiodendauer sowie die Schlafeffizienz ebenso wie die Häufigkeit von Lage- und Schlafstadienwechseln zwischen erster und zweiter Nacht nicht signifikant (Ausnahme Gruppe 1 signifikant mehr Schlafstadienwechsel in der ersten Nacht). Dagegen wurden in der ersten Nacht signifikant mehr EEG-Arousals, Bewegungsarousals und Bewegungsarousals kombiniert mit EEG-Arousals registriert, und dies in beiden Gruppen. Kinder mit schlafbezogenen Atmungsstörungen hatten in der ersten Nacht signifikant mehr EEG- und Bewegungsarousals als die übrigen Kinder ohne diese Störung, bei den EEG-Arousals kombiniert mit Bewegungsarousals galt dies für beide Nächte. Die Schlafstruktur, die Schlafeffizienz, die Anzahl von Stadien- und Lagewechsel unterschied sich zwischen den beiden Gruppen nicht. Somit läβt sich ein unruhiger Schlaf im Kindesalter mittels EEG- und Bewegungsarousals kennzeichnen.

Report this publication

Statistics

Seen <100 times