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Methoden zur Frühdiagnose des Morbus Parkinson

Authors
  • Becker, G.1
  • 1 Nervenklinik und Poliklinik,Neurologie, Universitätskliniken des Saarlandes,Homburg/Saar, DE
Type
Published Article
Journal
Der Nervenarzt
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Mar 01, 2003
Volume
74
Issue
Suppl 1
Identifiers
DOI: 10.1007/s00115-003-1482-9
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Patienten mit einem idopathischen Morbus Parkinson weisen eine über 60%ige Degeneration nigrostriataler Neurone auf,bevor die motorischen Symptome so ausgeprägt sind, dass sie die klinische Diagnose erlauben. Es ist verständlich, dass eine neuroprotektive Therapie, die zu einem so fortgeschrittenen Zeitpunkt begonnen wird, keine substanzielle Auswirkung auf den Krankheitsverlauf mehr haben kann.Daher muss es Ziel weiterer Forschung sein, die Diagnose vorzuverlagern, d. h. in eine Phase, in der allenfalls milde motorische oder nichtmotorische Symptome (Riechstörungen, Farbsinnesstörungen ect.) nachweisbar sind oder nur Risikofaktoren für die Krankheit bestehen.Der Nachweis von verschiedenen genetischen Mutationen, die mit dem idiopathischen Parkinson-Syndrom assoziiert sind,wecken die Hoffnung, dass diese oder andere Biomarker eine frühe Identifikation von Risikopatienten erlauben. Auch mit der transkraniellen Sonographie kann ein möglicherweise bedeutsamer Vulnerabilitätsfaktor für die Entwicklung eines Morbus Parkinsons nachgewiesen werden. Da jedes Einzelverfahren nicht ausreichend spezifisch und sensitiv sein wird, gilt es eine abgestufte, möglichst präzise und kostengünstige Testbatterie zu etablieren, um eine Risikogruppe für die Entwicklung eines M.Parkinson zu identifizieren.Das Ausmaß der Schädigungen des dopaminergen Systems kann bei diesen Patienten mit nuklearmedizinischen Verfahren quantifiziert werden.

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