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[Mental health of sexual and gender minority youth in Austria: scoping review and research agenda based on international evidence].

Authors
  • Siegel, Magdalena1
  • Nöstlinger, Christiana2
  • Dürrauer, Flo3
  • Kirchner, Stefanie4
  • Niederkrotenthaler, Thomas4
  • Zemp, Martina3
  • 1 Institut für Klinische und Gesundheitspsychologie, Universität Wien, Wien, Österreich. [email protected].
  • 2 Department of Public Health, Institute of Tropical Medicine, Antwerpen, Belgien.
  • 3 Institut für Klinische und Gesundheitspsychologie, Universität Wien, Wien, Österreich.
  • 4 Abteilung für Sozial- und Präventivmedizin, Medizinische Universität Wien, Wien, Österreich.
Type
Published Article
Journal
Neuropsychiatrie : Klinik, Diagnostik, Therapie und Rehabilitation : Organ der Gesellschaft Osterreichischer Nervenarzte und Psychiater
Publication Date
Dec 01, 2023
Volume
37
Issue
4
Pages
196–205
Identifiers
DOI: 10.1007/s40211-022-00436-x
PMID: 36316573
Source
Medline
Keywords
Language
German
License
Unknown

Abstract

Eine Vielzahl internationaler Studien zeigt, dass lesbische, schwule, bisexuelle, transgender und andere Jugendliche mit diversen sexuellen Orientierungen und/oder Geschlechtsidentitäten (LGBT*-Jugendliche) psychische Vulnerabilitäten, aber auch spezifische Ressourcen aufweisen. Es ist jedoch unklar, inwieweit diese Ergebnisse auf Jugendliche in Österreich übertragbar sind, da sich die soziolegalen und entwicklungsbezogenen Kontexte zwischen Ländern unterscheiden. Wir haben gemäß PRISMA-Richtlinien ein systematisches Scoping Review durchgeführt, um (1) publizierte Studien zur psychischen Gesundheit von LGBT*-Jugendlichen in Österreich zu identifizieren und darauf aufbauend (2) Forschungsempfehlungen abzuleiten, die durch internationale Evidenz ergänzt werden. Es wurden fünf wissenschaftliche Datenbanken (PsycInfo, PSYNDEX, PubMed, Scopus, Web of Science; März 2022) systematisch durchsucht und zusätzlich Expert_innen aus Forschung und Community kontaktiert, um einschlägige Studien zu finden. Es konnten nur zwei veröffentlichte empirische Studien zur psychischen Gesundheit von LGBT*-Jugendlichen in Österreich gefunden werden, was die geringe Studienlage in Österreich reflektiert. Vor diesem Hintergrund skizzieren wir eine detaillierte Forschungsagenda nach einem sozio-ökologischen Ansatz. Die Einbeziehung der sexuellen Orientierung und nicht-binärer Geschlechtsidentitäten in populationsbasierten Studien zur Untersuchung von Erstauftreten, Prävalenz und Verlauf psychischer Belastungen sowie die gezielte, ressourcenorientierte und entwicklungssensitive Forschung auf allen Ebenen scheinen vorrangig, um gesundheitliche Ungleichheiten und gesellschaftliche Stigmatisierung zu verringern und LGBT*-Jugendliche in ihrer Entwicklung bestmöglich zu unterstützen.

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