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Lungentransplantation

Authors
  • Wohlschlaeger, J.
  • Laenger, F.
  • Gottlieb, J.
  • Hager, T.
  • Seidel, A.
  • Jonigk, D.
Type
Published Article
Journal
Der Pathologe
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
May 10, 2019
Volume
40
Issue
3
Pages
281–291
Identifiers
DOI: 10.1007/s00292-019-0598-z
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Die Funktion der transplantierten Lunge wird regelmäßig durch Alloimmunreaktionen mit sehr variablen klinischen Verläufen, verschiedenen beteiligten Effektorzellen und -molekülen sowie betroffenen Kompartimenten beeinträchtigt. Die akute zelluläre Abstoßung (ACR) nach Lungentransplantation (LuTx) trägt nicht nur zu einer akuten Transplantatdysfunktion mit erhöhter Mortalität bei, sondern ist neben anderen immunologischen und nichtimmunologischen Faktoren wesentlich an der Entwicklung der chronischen Transplantatdysfunktion („chronic lung allograft dysfunction“, CLAD) beteiligt, welche die Hauptursache für das limitierte Langzeitüberleben nach LuTx darstellt. Neben der ACR wurde analog zur Transplantation anderer solider Organe inzwischen auch bei der LuTx die Bedeutung der antikörpervermittelten (humoralen) Abstoßung (AMR) erkannt. Dabei sind aktuell weder für die ACR noch die AMR spezifische laborchemische, radiologische oder klinische Nachweisverfahren etabliert. Erst durch die synoptische Betrachtung aus morphologischen Verfahren mit histopathologischer Beurteilung einer Lungenbiopsie und mikrobiologischen, virologischen, serologischen sowie funktionellen Befunden wird eine ausreichende Sensitivität und Spezifität in der Abstoßungsdiagnostik erzielt. Im Folgenden werden die derzeit etablierten Kriterien für die morphologische Abstoßungsdiagnostik nach Lungentransplantation unter Berücksichtigung der wichtigsten Differenzialdiagnosen dargestellt.

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