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Lungentransplantation bei Lungenkarzinom

Authors
  • Bollmann, B.-A.1
  • Golpon, H.1, 2
  • Gottlieb, J.1, 2
  • 1 Medizinische Hochschule Hannover, Klinik für Pneumologie, Carl-Neuberg-Str. 1, Hannover, 30625, Deutschland , Hannover (Germany)
  • 2 Biomedical Research in End-Stage and Obstructive Lung Disease (BREATH) Hannover, Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL), Hannover, Deutschland , Hannover (Germany)
Type
Published Article
Journal
Der Pneumologe
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
Feb 06, 2019
Volume
16
Issue
3
Pages
168–174
Identifiers
DOI: 10.1007/s10405-019-0236-8
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Das Lungenkarzinom gehört zu den häufigsten malignen Erkrankungen des Erwachsenen. Die Einführung der immunonkologischen Therapie hat die Prognose im fortgeschrittenen Stadium positiv beeinflusst. Bei den lokal begrenzten bzw. wenig- oder nichtinvasiven Karzinomformen haben sich die Therapieprinzipien hingegen wenig verändert: Zum Immuntherapieansprechen dieser Formen existieren aktuell keine belastbaren Daten. Einzelne Publikationen weisen auf eine geringe PD-L1-Expression (programmed cell death ligand 1) hin, welche auf ein nur bedingtes Therapieansprechen hindeuten könnte. Bei anderen terminalen Lungenerkrankungen stellt die Lungentransplantation (LTx) eine etablierte Therapieoption dar. Erkenntnisse zur LTx beim Lungenkarzinom existieren allenfalls durch Fallserien. Hieraus kann keine generell gültige Empfehlung abgeleitet werden. In ausgewählten Fällen kann die LTx bei ansonsten klarer Transplantationsindikation und vollständiger, ggf. wiederholter Diagnostik und Stadieneinteilung im Rahmen von Tumor- und Transplantationskonferenzen diskutiert werden. Jedoch beschränken sich die publizierten erfolgreichen Fälle auf das UICC-Stadium I. Die Transplantation bei multifokalen Adenokarzinomen mit prädominant lepidischem Wachstum und geringer Invasivität führt zur Verbesserung von Lebenszeit und -qualität, jedoch neigen diese zu häufigen pulmonalen Rezidiven. Das Transplantationsverfahren und ggf. die immunsuppressive Therapie müssen der besonderen Situation angepasst werden. Nach Transplantation sind engmaschige Verlaufskontrollen zur möglichst frühzeitigen Rezidiverkennung erforderlich. Die Therapieoptionen von Rezidiven nach Transplantation sind neben Resektion oder Radiatio sehr begrenzt: Eine Systemtherapie nach aktueller Leitlinie ist nicht oder nur sehr begrenzt möglich.

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