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Kollektives Handeln und die neuen Kollektive. Eine praxistheoretische Heuristik

Authors
  • Jungmann, Robert1
  • 1 Institut für Soziologie, Fraunhoferstraße 33–36, 10587 , (Germany)
Type
Published Article
Journal
Zeitschrift für Soziologie
Publisher
De Gruyter
Publication Date
May 26, 2020
Volume
49
Issue
1
Pages
49–65
Identifiers
DOI: 10.1515/zfsoz-2020-0004
Source
De Gruyter
Keywords
License
Yellow

Abstract

Der sozialwissenschaftliche Fokus auf stabile Kollektivakteure scheint heute nicht mehr zu neuartigen Formen des flexiblen und kurzzeitigen Kollektivhandelns zu passen. Der Beitrag entwickelt ein graduelles Konzept kollektiven Handelns. Dieses ermöglicht es, in Analysen nicht mehr die problematisierten, stabilen Kollektivakteure voraussetzen zu müssen. Unter Rekurs auf klassische Konzepte kollektiven Handelns werden drei Aspekte herausgearbeitet, die das Kollektivhandeln von jedem Zusammenwirken, Kollektivverhalten oder koordiniertem Handeln unterscheidet. Darauf aufbauend werden drei Formen des Kollektivhandelns in ihrer je spezifischen Konstitution diskutiert: Kollektivinterventionen, stabilisierte Kollektive und kompetente Kollektivakteure. Das Konzept wird am Beispiel eines naturwissenschaftlichen Projektnetzwerkes illustriert. Die so entfaltete Heuristik bietet abstrakte Bezugspunkte für ein Forschungsprogramm an, das die neuen mit klassischen Kollektiven vergleicht.

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