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Institutionelle Strukturierung und inter-individuelle Variation

Authors
  • Hillmert, Steffen1
  • Jacob, Marita2
  • 1 Universität Bamberg, Lehrstuhl für Soziologie I, Postfach 1549, Bamberg, D-96045, Germany , Bamberg (Germany)
  • 2 Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Regensburger Str. 104, Nürnberg, D-90478, Germany , Nürnberg (Germany)
Type
Published Article
Journal
KZfSS Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie
Publisher
VS Verlag für Sozialwissenschaften
Publication Date
Sep 01, 2005
Volume
57
Issue
3
Pages
414–442
Identifiers
DOI: 10.1007/s11577-005-0183-8
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Der Beitrag diskutiert die Möglichkeiten der Analyse der Entwicklung sozialer Ungleichheiten im Bildungsverlauf und beschreibt solche Entwicklungen exemplarisch anhand der Bildungsdaten einer westdeutschen Geburtskohorte. Konzeptionell werden zunächst zwei wesentliche chronologische Dimensionen im Bildungsverlauf unterschieden: zum einen die institutionalisierte Sequenz der Bildungsstufen, zum anderen das Lebensalter. Beide Dimensionen hängen zusammen, die individuelle Bandbreite unterschiedlicher Pfade und übergänge innerhalb einzelner Bildungsstufen erlaubt aber keine einfache Gleichsetzung. Vor diesem Hintergrund werden Theorien verglichen, die Veränderungen in herkunftsbezogenen Ungleichheiten im Bildungsverlauf zu erklären versuchen, und Konsequenzen für die empirische Messung von Bildungsungleichheiten im Lebensverlauf (bezüglich übergängen und Bildungsverteilungen) erläutert. Im zweiten Teil des Beitrags wird auf der Grundlage aktueller Daten der Westdeutschen Lebensverlaufsstudie die Entwicklung herkunftsbedingter Bildungsreproduktion im Lebensverlauf einer Kohorte beschrieben. Die Analysen beziehen sich dabei auf den „akademischen Pfad“ von höherer Sekundarschule und Hochschule. Die gemessene Ungleichheit variiert zwischen verschiedenen institutionell definierten Bildungsübergängen, kann sich aber auch innerhalb institutionell definierter Bildungsphasen verändern.

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