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Haze und Regression nach photorefraktiver Keratektomie (PRK)

Authors
  • Katlun, T.1
  • Wiegand, W.2
  • 1 ALZ Augenklinik Hamburg, DE
  • 2 Augenabteilung, Klinikum Nord/Heidberg, Hamburg, DE
Type
Published Article
Journal
Der Ophthalmologe
Publisher
Springer-Verlag
Publication Date
Jul 01, 2000
Volume
97
Issue
7
Pages
487–490
Identifiers
DOI: 10.1007/s003470070080
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Die PRK ist als Behandlungsmethode der Myopie (ohne Astigmatismus) bis zu einer Größe von –6 dpt wissenschaftlich anerkannt. Bei Myopien über –6 dpt ist das postoperative Ergebnis schlechter vorhersagbar und das Verfahren mit höheren Risiken verbunden. Material und Methoden. Zwischen Juni 1994 und Oktober 1997 wurden in der ALZ Augenklinik 338 Augen von 212 Patienten mit Myopien von –1,25 bis –11,25 dpt mit einer PRK behandelt. Die Behandlung wurde mit dem Excimerlaser Keracor 116 der Firma Chiron Technolas durchgeführt. Postoperativ wurden antibiotische und nichtsteroidale antiphlogistische Augentropfen bis Epithelschluss verabreicht; gefolgt von einer fünfmonatigen lokalen Kortisonapplikation. Ergebnisse. Eine subepitheliale Trübung Grad 1–2 und mehr (nach Stein et al. [9]) war nach 12 Monaten bei 17 Augen sichtbar. Bei allen diesen Augen lag die Ausgangsrefraktion über –6 dpt, und es kam innerhalb von 12 Monaten postoperativ zu einer Regression von im Mittel –1,67 dpt (SD 1,8). Ferner war 12 Monate postoperativ ein deutlicher Verlust des Visus vorhanden (zwei und mehr Stufen in 23,5% der Fälle). Schlussfolgerung. Subepitheliale Trübungen der Hornhaut nach PRK sind in der Regel nur vorübergehend und bilden sich nach Monaten zum größten Teil wieder zurück. Wenn 12 Monate postoperativ noch subepitheliale Hornhauttrübungen Grad 1–2 bestehen, ist dies in der Regel mit einer stärkeren Regression und einem Visusverlust verbunden. Bei PRK mit Ausgangsrefraktionen unter –6 dpt ist – bei ausreichend großer optischer Zone – hingegen kaum mit dem Auftreten von persistierenden subepithelialen Hornhauttrübungen und Regression zu rechnen. Man sollte Patienten mit einer Ausgangsrefraktion über –6 dpt vor einer PRK auf diese Gefahren hinweisen und die Möglichkeit einer LASIK-Operation diskutieren.

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