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Studien über die Hornhautfärbung zu kosmetischen Zwecken II. Mitteilung Experimentelle Beiträge zu der chemischen Methode der Hornhauttätowierung mit Metallsalzen. (2)

Authors
Publisher
岡山医学会
Publication Date

Abstract

Als Fortsetzung der I. Mitteilung über die chemische Methode der Hornhauttätowierung mit verschiedenen Metallsalzen hat der Verfasser diesmal die Färbungsprozesse am Tierauge genau studiert, und kam zusammenfassend zu folgendem Schluss: 1) Goldchloridlösung färbt das abepithelisierte Hornhaut dunkelblau bis schwarz; durch eine Nachbehandlung mit Reduktionsmitteln wird dür Prozess sehr beschleunigt. Platinchloridlösung wirkt eben so gut wie Goldchloridlösung, sofern es nur mit starkem Reduktionsmittel z. B. Hydrazinhydrat nachbehandelt wird. Mit Silbernitrat bekommt man mehr braune Farbentöne, mit Bleiacetat aber fast niemals einen genügenden lang andauerunden Erfolg. 2) Die für die Färbung geeignete Konzentration des Mittels ist für die gesundene Hornhaut durchschnittlich ca. 1 bis 2 prozent und bei Leucoma ca. 2 bis 5%. 3) Die Nachbehandelung mit Reduktionsmittel ruft die endgültige Färbung schneller und intensiver hervor, und man darf deshalb dabei die durchschnittliche Punktzahl der Lösungskonzentration auf die Hälfte herabsetzen. 4) Die passende Zeitdauer der Applikation des Mittels ist ca. 2 Minuten. 5) Die mit Natrium bicarbonicum neutralisierte oder schwach alkalisierte Lösung von Goldchlorid oder Platinchlorid reizt das Gewebe weniger als die sauere Lösung; das Förbungsvermögen wird aber dabei schwächer. 6) Der histologische Befund der gefärbte Hornhaut zeigt, dass im frischen Stadium das Parenchymzellgewebe mit feinen dunkelbläulichen, oxydierten Metallkörnchen fast diffus durchtränkt ist, während es sich im späteren Stadium allmählig zu groben Schollen zusammenhäuft, indem entweder die Metallkörnchen in den interlamellären Lymphräumen und Capillargefässräumen niedergelegt oder von den fixen Hornhautkörperchen sowie Wanderzellen aufgespeichert und weiter nach und nach vom allgemeinen Kreislauf resorbiert werden. 7) Die in den Konjunktivalsack eingeträuflte Goldchloridlösung wird h. s. durch die limbus cornese in die Hornhaut, Vorderkammer, Iris und Zyliarkörper in diesen Reihenfolge resorbiert, dort reduziert und niedergeschlagen. In dem Hornhautparenchym schlägt es meist das interlamelläre Lymphkanälchensystem durch, von der Peripherie her nach der Mitte. 8) Die endgültige Färbungsdauer der Metallsalze ist nicht sehr lang, d. h. höchstens ca. ein Jahr bei intakter und einige Monate bei leucomatöser Hornhaut. 9) Die frische weiche Narbe ist im allgemein schwer färbbar, dabei ist die vasculisierte Leucoma im allgemeinen immer schnell entfärbbar. 10) Die Bindehaut kann man auch mit Metallsalzen bläulich-schwarz färben; die Färbungsdauer ist leider dabei nicht so lang, dass sich die Färbung in der Praxis anwenden liesse.

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