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Die Grenzen der ökonomischen Ungleichheit: : ein spieltheoretischer Erklärungsansatz

Authors
Publisher
Campus Verl.
Publication Date
Keywords
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • ökonomische Faktoren
  • ökonomische Entwicklung
  • Ungleichheit
  • Gruppe
  • Konflikt
  • Konfliktstrategie
  • Bevölkerungsgruppe
  • Privileg
  • Einkommensverteilung
  • Strategie
  • Akteur
  • Handlungsspielraum
  • Spieltheorie
  • Modell
  • Grenznutzen
  • Grenzkosten
  • Internationaler Vergleich
  • Sektionssitzungen
  • Sektion Modellbildung Und Simulation
  • Modellierung Sozialer Ungleichheit
  • General Concepts
  • Major Hypotheses And Major Theories In The Social Sciences
  • General Sociology
  • Basic Research
  • General Concepts And History Of Sociology
  • Sociological Theories
  • Generelle Theorien Der Sozialwissenschaften
  • Allgemeines Zur Soziologie
  • Spezielle Theorien
  • Geschichte Der Soziologie
  • Empirical
  • Quantitative Empirical
  • Theory Application
  • Empirisch
  • Empirisch-Quantitativ
  • Theorieanwendung

Abstract

"Dieses Papier stellt die Frage nach den oberen und unteren Grenzen von ökonomischer Ungleichheit und versucht diese Grenzen anhand eines spieltheoretischen Modells als Ergebnis eines Verteilungskonflikts zwischen zwei antagonistischen Gruppenzu erklären und zu quantifizieren: Die eine der beiden Gruppen besteht aus relativ unterprivilegierten Bevölkerungssegmenten, die stärker am Nationaleinkommen partizipieren und so die ökonomische Ungleichheit abbauen möchten. Dadurch gerät diese Gruppe in Konflikt mit der antagonistischen Gruppe der Privilegierten, die ihren Anteil am Nationaleinkommen halten oder gar erhöhen möchte und somit die Ungleichheit in der eigenen Gesellschaft implizit zu vergrössern trachtet. Das dieser Arbeit zu Grunde liegende spieltheoretische Modell nimmt an, dass beide Gruppen über entsprechende Strategien zur Erhöhung oder Verteidigung ihrer Einkommensanteile verfügen und diese auf rationale Weise nach Massgabe der zugeordneten Payoffs nutzen. Die vorerwähnten Auszahlungsfunktionen sind jedoch nicht konstant, sondern tragen dem sinkenden Grenznutzen zusätzlicher Einkommensanteile und den Kosten aus der sich verändernden Macht des Konfliktgegners Rechnung. Für rational handelnde Akteure scheiden daher unter bestimmten Ungleichheits- und Machtbedingungen gewisse Strategien aufgrund eines negativen Payoffsaus, sodass sowohl die Erhöhung als auch die Senkung von ökonomischer Ungleichheit an Grenzen stösst, welche für die beteiligen Akteure bezüglich Ungleichheit den kollektiven Handlungsspielraum definieren. In dieser Arbeit wird versucht, theoretische Aussagen über die Grenzen dieses Handlungsspielraums abzuleiten, um so das zu Grunde liegende Modell anhand von international vergleichbaren Aggregatdaten empirisch überprüfen zu können. Dabei stelltsich das statistische Problem, Modellparameter von Hüllkurven so zu schätzen, dass diese die real beobachtbaren Verhaltensdaten von den unzugänglichen Teilen des Verhaltensraums trennen. Die hierzu vorgeschlagene Lösung beruht auf iterativer Regression und erlaubt sowohl die empirische Bestätigung des spieltheoretischen Modells als auch die quantitative Bestimmung jener Schranken, welche die Einkommensungleichheit in etwa 50 untersuchten Ländern nach oben und unten begrenzen." (Autorenreferat)

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