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Über die strukturierung des gesichtsfeldes bei intermittierender belichtung des auges im frequenzbereich zwischen 33 hz und der flimmerverschmelzungsfrequenz

Authors
Journal
Vision Research
0042-6989
Publisher
Elsevier
Publication Date
Volume
10
Issue
12
Identifiers
DOI: 10.1016/0042-6989(70)90095-7

Abstract

Bei intermittierender Belichtung des Auges mit z.B. gelblichweiβem Licht läβt sich im Frequenzbereich zwischen 33 Hz und der Flimmerverschmelzungfrequenz bei einem Tastverhältnis der Lichtimpulse von 0,1–0,2 und oberhalb einer mittleren Leuchtdichte des Flimmerfeldes von etwa 500 asb in der Mitte des Gesichtsfeldes ein violett und ein gelb gefärbter Flächenbereich (sog. violetter und gelber Bereich) wahrnehrnen. Mit wachsender Reizlichtfrequenz werden der violette und der gelbe Bereich gröβer, mit abnehmender Reizlichtfrequenz dagegen kleiner. Es lassen sich je nach der Reizfrequenz verschiedene Formen des violetten und des gelben Bereichs beobachten. An der Stelle des gelben Bereichs kommt es zu einer Verschmelzung der Lichtimpulse, an der Stelle des violetten Bereichs hingegen nicht. Der gelbe Bereich erscheint daher stets in der Farbe des Reizlichtes. Die Farbe des violetten Bereichs dagegen ist von der Farbe des Reizlichtes unabhängig. Bei zusätzlicher periodischer elektrischer Reizung des Auges kann beim violetten und gelben Bereich, wie beim Ellipsenphänomen, eine periodische Grössenänderung hervorgerufen werden. Da bei reinem Stäbchensehen die Flimmerverschmelzungsfrequenz bereits bei 20 Hz liegt, wird angenommen, daβ der violette und der gelbe Bereich allein durch Reizung der Zapfenzellen entstehen. Der violette Bereich entsteht nach unserer Ansicht dadurch, daβ durch die angewendete intermittierende Belichtung dasjenige neuronale Erregungsmuster nachgeahmt wird, das für gewöhnlich bei der Reizung mit kontinuierlich scheinendem violetten Licht entsteht.

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