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Uni Ulm intern - das Ulmer Universitätsmagazin, Nr. 251 (32. Jg.), Februar 2002

Publisher
Universität Ulm
Publication Date
Keywords
  • Ulm / Universität
  • Uni Ulm Intern
  • Universities
  • Germany
  • Ulm

Abstract

367_Umbruch_Februar_2002 uni ulm intern Das Ulmer Universitätsmagazin Nr. 251 (32. Jg.) Februar 2002 B 1293 Verfügungskreuz Lebenswissen N 26 O 27 Life Sciences 2 Hochschulpolitik uni ulm intern 251 / Februar 2002 Ein sofortiges Reparaturgesetz zum Hochschulrahmengesetz (HRG) hat der Präsident des Deutschen Hochschulverbandes, Professor Dr. Hartmut Schieder- mair, gefordert. »Frau Bundesbil- dungsministerin Bulmahn hat trotz der Warnungen fast aller Wissenschaftsorganisationen den Fehler gemacht, die Juniorpro- fessur im HRG als einzigen Weg für die Qualifikation des wissen- schaftlichen Nachwuchses festzu- schreiben«, sagte Schiedermair. »Das ist schon schlimm genug, denn die Habilitation hat sich in vielen Fächern als Qualifika- tionsnachweis durchaus bewährt. Im Reformübereifer sind aber die bereits im Wissenschaftssy- stem tätigen Nachwuchswissen- schaftler auf dem Altar der Juni- orprofessur geopfert worden.« Über 40.000 in befristeten Ar- beitsverhältnissen angestellte oder beamtete Wissenschaftler seien von der Schlechterstellung des neuen HRG betroffen. Nicht wenige dieser hochqualifizierten Wissenschaftler würden nun- mehr den Weg ins Ausland antre- ten. Damit werde genau das Ge- genteil von dem erreicht, was mit der Novelle angestrebt worden sei. »Das ist geradezu grotesk«, erklärte Schiedermair. Ältere Wissenschaftler, die vorwiegend aus Drittmitteln pro- jektbezogen bezahlt würden, seien besonders hart getroffen. »Für diese Wissenschaftler und ihre Forschungsprojekte stehen in der chronisch unterfinanzier- ten Universität Geldmittel zur Verfügung, aber Frau Bulmahn hindert sie daran, diese in An- spruch zu nehmen. Das ist eine sehr eigenwillige Form, die Auf- gabe einer Forschungsministerin wahrzunehmen. Offensichtlich ist die sozialdemokratische Wis- senschaftspolitik nunmehr in Manchester angekommen«, kriti- sierte Schiedermair. Diese Form der vorsätzlichen Mißachtung des wissenschaftlichen Nach- wuchses müsse sofort zurückge- nommen werden. »Es ist ein

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