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Difference, integration, transcommunality: the case of California

Authors
Publisher
Campus Verl.
Publication Date
Keywords
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • Multikulturelle Gesellschaft
  • Usa
  • Ethnische Gruppe
  • Minderheit
  • Soziale SchließUng
  • Soziale Integration
  • Arbeit
  • Bildung
  • Nordamerika
  • Plenum Xi Anerkennungsprozesse Und Individuelle Modernisierung
  • Bevölkerung
  • Bevölkerungssoziologie
  • Population Studies
  • Sociology Of Population
  • Descriptive Study
  • Deskriptive Studie

Abstract

"Obwohl globale Prozesse die wechselseitige Abhängigkeit moderner Industriegesellschaften verstärken, eine Abhängigkeit, die auch in der Theoriebildung feststellbar ist, geht mein Papier davon aus, daß die gängigen Begriffe, die die Voraussetzungen und Folgen individueller und globaler Modernisierung in den klassischen Industriegesellschaften festhalten, zunächst in Bezug auf ihren Universalitätsanspruch hin überprüft werden müssen. Das trifft ebenfalls zu auf den theoretischen Unterbau von Lösungsmodellen, die sich einer Minderung sozialer Differenz in einer multikulturellen Gesellschaft verschreiben. Das Beispiel 'Kalifornien' lädt insbesondere dazu ein. Die Analyse von Prozessen des sozialen Ausschlusses und Resultaten sozialer Differenz kann hier nicht umhin, zunächst den historischen Ausschluß der klassischen ethnischen Gruppen ins Auge zu fassen (African Americans, Asian Americans, Hispanics, Native Americans), und diesen empirisch festzuhalten anhand dreier Grundkategorien, die wiederum in eine Reihe von Subkategorien oder Indikatoren zu übersetzen sind, die die soziale Infrastruktur des kalifornischen Staates insbesonderen und die des u.s.-amerikanischen Staates im allgemeinen ermessen. Grundkategorien wie 1) Bildung, 2) Gesundheit, und 3) Arbeit erscheinen dann in der Form von 1) Anteil an Analphabetismus, 2) Kleinkindersterblichkeit/Lebenserwartung, Anteil an chronischen körperlichen und seelischen Krankheiten, und 3) durchschnittliches Jahreseinkommen. Der dadurch ermeßbare historisch-soziale Ausschluß (oder besser Marginalisierung) der klassischen ethnischen Hauptgruppen kann dann einem Vergleich unterzogen werden mit Einwanderungswellen (klassische Arbeitsmigrationen, technologische Migration, politische Flüchtlinge), deren Integrationsmaß wiederum anhand der oben genannten Grundkategorien erfaßbar wird. Da in Kalifornien nicht die industrielle Arbeit, sondern der Agrarbusiness und der Service-Sektor die dominante Sozialisationsinstanz darstellen, reflektiert das Maß der Bindung von Arbeit und Bildung die kulturell verankerten Bildungsvorstellungen der klassischen ethnischen Gruppen und Einwanderungsgruppen. Muster, die der Begrifflichkeit entspringen, die den Wandel der westlichen europäischen Industriestaaten festzuhalten versucht in Bezug auf Bildung und Industriearbeit, sind von daher nicht ohnehin auf die kalifornische (und u.s.-amerikanische) Wirklichkeit übertragbar. Emergierende Lösungsversuche, wie anhand des in Kalifornien entwickelten Begriffes von 'transcommunality', die soziale Differenz vermindern, also das Maß an demokratischem Zugang zu Resourcen erweitern, reflektieren unter anderem 1) die vielfältigen, auf Minimalkonsum orientierten Vorstellungen eines 'guten Lebens' (good life) einer multikulturellen Gesellschaft, inklusive Bildungsvorstellungen, als auch das Maß einer kritischen Verabschiedung der universalisierenden Verinnerlichung des materiellen und kulturellen Konsum- und Erlebniszwangs, und 2) die soziale Umweltwirklichkeit, die mit der westeuropäischen keinesfalls identisch ist. 'Transcommunality' als praktische soziale, politische und kulturelle Tätigkeit ermöglicht nicht nur Zugang zu Resourcen sondern auch Zugang zu einer Bildung zum multikulturellen und umweltfreundlichen Leben im weiteren Sinne und wird dadurch zum Integrationsgrundstein einer sich nicht mehr grundsätzlich am Westen orientierenden Gesellschaft." (Autorenreferat)

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