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Rezension: Dahms, Martin. Spanien. Ein Länderporträt

Authors
Publication Date
Keywords
  • Reisen
  • 900 Geschichte
  • 860 Spanische Und Portugiesische Literatur
  • 910 Geografie

Abstract

Forschungszentrum Forschungszentrum Spanien Rezensionen zur Spanischen Kulturwissenschaft Forschungszentrum Spanien Universität Regensburg Centro de Estudios Hispánicos April 2011 Martin Dahms. Spanien. Ein Länderporträt. Berlin: Ch. Links 2011, 199 S. Seit gut 15 Jahren berichtet Martin Dahms von Madrid aus für unterschiedliche deutsche Zeitungen über spanische Politik, Wirtschaft und Kultur. Sein Länderporträt Spanien basiert spürbar auf diesem reichen journalistischen Erfahrungsschatz, der sich natürlich auch in der immer leserfreundlichen Darstellung niederschlägt. Selten beginnt er ein Kapitel oder einen neuen Abschnitt, ohne einen aktuellen Aufhänger einzufügen, und noch in den Rückblicken auf Spaniens Geschichte ergänzt er Anekdoten, Zitate oder Gespräche, die versuchen, historische Ereignisse an die Gegenwart anzuschließen. Vielleicht wäre es sogar besser, es umgekehrt zu formulieren. Die Geschichte spielt bei ihm immer nur dann eine größere Rolle, wenn und solange sie hilft, etwas über das gegenwärtige Spanien auszusagen: hier ein Exkurs zur frühen Neuzeit, dort einer zum Bürgerkrieg und Franquismus, und dazwischen etwas zum Siglo de Oro. Auf diese Weise begibt sich Dahms aber auch einer Möglichkeit, seinen Essays zumindest streckenweise eine klare Gliederung einzuschreiben. Die Kapitelüberschriften, wie zum Beispiel „Ankunft“ oder „Spanien zum Vergnügen“ sind, mit Ausnahme der zum Bürgerkrieg und seinen Nachwirkungen sowie der zu den Regionen, doch eher vage gehalten und verbergen in der Tat ganz heterogene Themen. Gleich im ersten großen Abschnitt, „Ankunft“, betritt Dahms gefährlich glattes Pflaster, denn er stellt sich einigen der gängigen Stereotypen: dass die Spanier keine Fremdsprachen beherrschen, dass sie übertrieben laut miteinander reden und dabei nichts Substantielles sagen, dass sie wegen ihrer eigenen Unpünktlichkeit und Unordnung die Deutschen für Quadratköpfe ansehen, dass sie sich an keine Regeln halten und eini

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