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Universität Frankfurt vermarktet ihr geistiges Eigentum : Grundlagenforscher und Erfinder in einem ...

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Publication Date
Keywords
  • Frankfurt <Main> / Universität
  • Patentschutz
  • Patentanmeldung
  • Frankfurt
  • Frankfurt / Universität
  • Patenterteilung
  • Ddc:000

Abstract

UNI 2005/02 Teil 1 Für Albert Einstein gehörten dieJahre als technischer Prüfer beim Berner Patentamt zu seinen produktivsten. In dieser Zeit veröf- fentlichte er 1905, also vor hundert Jahren, die Grundlagen der Relati- vitätstheorie zur Teilchennatur des Lichts, und er lieferte Belege für die Existenz von Atomen. Doch der ge- niale Wissenschaftler, der mit sei- nen Theorien die Physik revolutio- nierte, war auch ein pragmatischer Bastler. Mit seinem Kollegen Leo- nard Szilard reichte Einstein 1926 mehrere Patentanmeldungen für neue Kühlmaschinen ein. Zwar ging letztlich keiner der auf diesen Paten- ten basierenden Kühlschränke in Serie, doch eine seiner elektrodyna- mischen Pumpen wird heute noch in bestimmten Kernkraftwerkstypen für die Umwälzung des flüssigen Na- triums im Kühlkreislauf eingesetzt. Einstein, dem das Bundesminis- terium für Bildung und Forschung (BMBF) das aktuelle Wissenschafts- jahr gewidmet hat, vereinte beides in einer Person: den Grundlagenfor- scher wie den Erfinder. »Bewusstseinswandel ist nötig« An der Fähigkeit Einsteins, auf zwei verschiedenen Feldern Wegweisen- des zu schaffen, können sich auch die Wissenschaftler der Universität Frankfurt ein Beispiel nehmen. »Dazu ist ein Bewusstseinswandel nötig«, betont der Vizepräsident, Prof.Dr. Jürgen Bereiter-Hahn. Die Wissenschaftler sollten nach wie vor ihre Hauptaufgabe, die Grund- lagenforschung, betreiben und da- bei wissenschaftliches Neuland be- treten. Sie sollten aber parallel dazu Gelegenheiten nutzen, Ergebnisse ihrer Forschung als Patente zu ver- werten. »In dieser Hinsicht wird sich an der Universität einiges ver- ändern«, unterstreicht der Biologe Bereiter-Hahn. Denn nicht nur Un- ternehmen, sondern auch Hoch- schulen haben den wirtschaftlichen Wert ihres geistigen Eigentums, des »Intellectual Property«, erkannt. Das bisher brachliegende Kapital soll zunehmend in den Wirtschafts- kreislauf der Wissensgesellschaft einfließen. Bisher stammen bun- desweit nur 4 Prozent aller Patent- anmeldungen aus d

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