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Ein Pionier der Hospiz-Bewegung in Deutschland: P. Reinhold Iblacker SJ (1930–1996)

Authors
  • Funiok, Rüdiger
Type
Published Article
Journal
Spiritual Care
Publisher
De Gruyter
Publication Date
Mar 27, 2018
Volume
7
Issue
2
Pages
121–127
Identifiers
DOI: 10.1515/spircare-2017-0094
Source
De Gruyter
Keywords
License
Yellow

Abstract

Das Konzept des modernen Hospizes (Cicely Saunders, London) wurde in Deutschland 1971 durch zwei erfolgreiche Fernsehfilme bekannt gemacht. Autor war der Jesuitenpater Reinhold Iblacker, der bis 1984 noch ca. 100 weitere wertorientierte Medienbeiträge produzierte. Als er aus gesundheitlichen Gründen diese breite Medienarbeit beenden musste, begann die zweite Phase seiner Pionierarbeit für Hospize und Palliative Care. In der Öffentlichkeit focht er den wichtigen semantischen Kampf gegen den belasteten Begriff „Sterbeklinik“ à la Dr. Hackethal aus. Angeregt durch die Initiativen in Großbritannien, USA und Kanada, wurde Palliative Care auch unter Ärzten und Pflegekräften bekannt. „Pflegen bis zuletzt“ bedeutete für sie ein Umdenken, zumindest ein Weiterdenken, was nach dem Ende von Therapien noch möglich ist, und damit eine Erweiterung ihrer beruflichen Kompetenz. Am Beispiel des Christophorus Hospiz Vereins in München wird deutlich gemacht, wie P. Iblacker weiter für diese Idee publizistisch tätig war. Schließlich beteiligte er sich auch an der konkreten Vereinsarbeit – unterstützt von zahlreichen Ärztinnen und Ärzten und seinem großen Freundeskreis. Die Verbreitung der Hospizidee in Deutschland bleibt mit seinem Namen und seiner vielgestaltigen Pionierleistung verbunden.

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