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Berns Westpolitik von 1525-1531

Authors
Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

- 470 — Mausoleum47) als Titelbild beigegebene Stich von J. A. C h o v i n (Chau- vin) zu erwähnen, dessen Qualität jedoch so gering ist, daß sich seine ikonographische Herkunft nicht mehr nachweisen läßt. B. Haller gehört nicht zu den Gestalten, die in der großen Glaubens- bewegung des 16. Jahrhunderts in vorderster Linie standen. In Fragen der systematischen Theologie hat er öfter bei seinen Zürcher Freunden Zwingli und Bullinger Rückhalt gesucht. Aber dank seiner aufopfern- den Wirksamkeit als Prediger entwickelte sich die bernische Landes- kirche bald zu einer Macht, die im kritischen Momente auch für die Zürcher Keformation eine entscheidende Hilfe bedeutete. Zur Erinnerung an die engen kirchlichen Beziehungen zwischen Bern und Zürich, die durch Hallers Persönlichkeit in hohem Maße re- präsentiert werden, möge auch der vorstehende Aufsatz beitragen. L. Caflisclu Berns Westpolitik von 1525—1531. Mit viel Freude und Stolz lassen wir die bedeutungsvollen Tage des Januar 1528 an unserem geistigen Auge vorüberziehen. Durch die imposante Einführung der Keformation in Bern gewannen die Anhänger der neuen religiösen Lehre eine politische Macht, die sie vor allen Be- drohungen durch äußere und innere Feinde zu schützen vermochte, ja ihnen geradezu das Übergewicht in der Eidgenossenschaft sicherte. Die Berner Disputation bedeutet den Höhepunkt in Zwingiis Wirken; und trotzdem wurde dem Zürcher Reformator nicht die Hilfe zuteil, die er zur Verwirklichung seiner Pläne brauchte. Manche Mißtöne mischten sich in die Freude. Bern hatte die Reformation erst nach langem Zögern angenommen, und als es galt, mit dem Schwerte in der Hand die Möglichkeit und Freiheit ihrer weiteren Verbreitung gegen den Widerstand der Innern Orte zu erkämpfen, durch Bündnisse mit Hessen und den süddeutschen Städten alle Gleichgesinnten zusammen- zuschließen, da verweigerte Bern Zwingli seine Gefolgschaft. Wie 47) Bernisches Mausoleum . . ; v. einem Schweiz. Theologen; Bern 1740, I I I : Lebe

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