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Die Beschäftigungspolitik Frankreichs

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"Bis in die Mitte der siebziger Jahre galten in Frankreich die Vorgänge auf dem Arbeitsmarkt als integrierter Bestandteil des Wirtschaftsprozesses, der im Rahmen der "Planification a la francaise" im allgemeinen nach keynesianischem Muster gesteuert wurde. Spezielle arbeitsmarktpolitische Maßnahmen waren damals nur von stark untergeordneter Bedeutung. Die weltweite Rezession von 1974/75 führte auch in Frankreich zu einer radikalen Veränderung der wirtschaftlichen und sozialen Landschaft; die Arbeitslosigkeit nahm enorm zu. Bis etwa Ende 1976 ging man in der französischen Wirtschaftspolitik von der Annahme aus, daß man bald wieder zu einem ähnlich hohen Wirtschaftswachstum wie vor der Krise zurückkehren könne. Dementsprechend gering wurde weiterhin der beschäftigungspolitische Handlungsbedarf eingeschätzt. 1977 jedoch begann unter der Regierung Barre die Bedeutung beschäftigungspolitischer Maßnahmen einen starken Aufschwung zu nehmen. ... In dieser neuen Situation erschien der Regierung eine globale Ankurbelung der Wirtschaft mittels des klassischen keynesianischen Instrumentariums als ungeeignet; sie setzt vielmehr auf eine angebotsorientierte Wirtschaftspolitik nach neoklassischem Muster. ... Herausragendes Ziel der neuen sozialistischen Regierung, die Mitte 1981 ihr Amt antrat, war die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. In deutlicher Abkehrung von der bis zum Regierungswechsel verfolgten angebotsorientierten Wirtschaftspolitik wurde sogleich eine massive Ankurbelung der Gesamtnachfrage eingeleitet."

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