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Pharmakologische Studien über die Wirkung der ExtrakteS von epimedium macranthum. (1. Mitteilung) Allgemeine Wirkung, Toxizität und der Einfluss auf den Blutdruck, die Blutgefässe, das Herz und die Atmung

Authors
Publisher
岡山医学会
Publication Date

Abstract

Die allgemein Epimedium macranthum genanuten Pflanzen wurden seit langem als Volksmittel vielfach, besonders als Aphrodisiacum und Tonicum zur Anwendung gebracht. Das in dieser Untersuchung herangezogene Material ist ein trockner, gereinigter Extrakt aus den Blättern und Stengeln von einer Sorte derselben, Epimedium sagittatum Bak, welche in China einheimisch und Volkstümlich ist. Verfasser untersuchte die Wirkung dieses Extraktes und kam dabei zu den folgenden Ergebnissen: 1. Bei der Vergiftung an Eskulenten mit bestimmten Dosen dieses Extraktes steht eine zentrale motorische Lähmung im Vordergrund. Dabei tritt eine fortschreitende Bewegungslosigkeit zutage. Ferner versetzt dieser Extrakt den Frosch in totale Lähmung. Schliesslich gehen die Tiere zugrunde, wahrscheinlich durch Atemlähmung. In den meisten Fällen steht das Herz in Diastole, aber in einigen Fällen schlägt es noch einige Zeit langsam weiter. 2. Die Vergiftungserscheinungen bei der Maus sind denen beim Frosch ähnlich. Dieser Stoff führt nach einer leichten motorischen Unruhe und steifen Bewegungen, zu einem immer mehr zunehmenden Atmungsbeschwerden sowie einer Parese. Bei grossen Gaben stellen sich klonische Krampfe ein. Der Tod erfolgt unter Atemlahmung, während das Herz viel weniger in Leidenschaft gezogen wird. 3. Die minimale Letaldosis dieses Extraktes fur Frosche und Mause betragt bei subkutaner Applikation je 15mg, die absolute Letaldosis 20 und 18mg pro 10g Korpergewicht. 4. Auf den Blutdruck des Kaninchens wirkt der Extrakt in allen Dosen immer erniedrigend. Die Stärke dieser Wirkung nimmt proportional der Gabengrösse zu. Durch Vorbehandlung mit Chloralhydrat wird diese Wirkung in keiner Weise verhindert. Damit wäre der Angriffspunkt in die Peripherie zu verlegen. Der Extrakt wirkt auch auf die blutdrucksteigernde Wirkung des Adrenalins nicht hemmend. Für das Zustandekommen der Blutdrucksenkung scheint die Erweiterung der peripheren Gefässbezirke eine wichtige Bedingung zu sein, wobei das sympathische Nervensystem daran nicht teilzunehmen scheint. 5. Auf das Ohrgefäss des Kaninchens wirkt der Extrakt im allgemeinen in allen Dosen immer erweiternd. Das Froschschenkelgefäss besitzt gegen diesen Extrakt eine hohere Besistenz als das Kaninchenohrgefäss. Diese vasodilatierende Wirkung ist vorwiegend auf Muskeleinwirkung zurückzuführen, da eine Wirkung auf die sympathischen Nerven nicht nachzuweisen ist. 6. Däs Froschherz besitzt gegen den Extrakt eine höhere Resistellz als die Blutgefasse. Der Extrakt bewirkt in allen Konzentrationen eine Abnahme der Schlagfrequenz und der Hubhohe, schliesslich einen fast diastolischen Stillstand. Der Angriffspunkt ist wieder an dem Herzmuskel selbst nachzuweisen, wobei eine Wirkung auf das autonome Nervensystem nicht vorhanden zu sein scheimt. 7. Der Extrakt übt auf die Atmung beim Kaninchen keinen merklichen Einflus aus, nur bei grossen Dosen wird die Atembewegung leicht angeregt.

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