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Strahlen-Schildkröte

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Nerthus - Die Strahlen-Schildkröte Universitätsbibliothek JCS Frankfurt am Main Sammlung deutscher botanischer Zeitschriften 1753-1914 Nerthus ill. Wochenschr. für Tier- u. Pflanzenfreunde ; Organ für Sammler u. Freunde aller naturwiss. Zweige Die Strahlen-Schildkröte Ledebur, Adolf Hamburg-Altona, 1901 urn:nbn:de:hebis:30:4-42586 — 233 — stellen kann. Diese Laichzüge, die unsere Küsten im Frühjahr und Herbst erreichen, beherbergen zu Zeiten eine solch ungeheure Anzahl von Individuen, dass sie in die Mündungen der Flüsse nur in dichtgedrängter Menge einziehen können, wobei sich oft aufweite Strecken hin ihre Anwesenheit äusserlich schon bemerkbar macht durch die brodelnde Bewegung der Wasseroberfläche, welche die Fische durch ihr Drängen und Springen hervorrufen. Ein Gefolge von Möwen und anderem gefiederten Raub¬ gesindel zeigt meist schon aus der Ferne den Küstenbewohnern das Herannahen der sehnlichst erwarteten Heringszüge an, worauf denn auch sofort mit den Vorbereitungen zum Fange begonnen wird. Die Netze werden sorgfältig auf etwaige Schäden geprüft und wenn nötig ausgebessert, mürbe gewordenes Tau werk durch neues ersetzt, überhaupt wird Umschau gehalten, ob alles Erforder¬ liche auch bereit liegt. Obgleich nun bei diesen Fischfängen die Reihen der Heringe, nachdem die¬ selben den vielen Gefahren der bisherigen Nachstellung glücklich entronnen sind, nach Legionen gelichtet werden, bleibt immerhin doch eine genügende Anzahl am Leben, um ihren Laich an geeigneter Stelle absetzen zu können ; dieser Laich, auch »Rogen« genannt, be¬ steht bei einem Heringsweib¬ chen aus ungefähr 40—60 000 Eiern, und so wird kaum für die Zukunft zu befürchten sein, dass bei einer rationell betriebenen Fischerei der Hering gänzlich ausgerot¬ tet wird. Und dies zum Glück für einen grossen Teil unserer Bevölkerung, dem dieser Fisch einerseits eine nahrhafte und dabei äusserst billige Speise bietet, während er andererseits vielfach die alleinige Existenzbedingung vieler Fischer bilde

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