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Molekularbiologischer Nachweis von okkulten Tumorzellen beim Pankreaskopfkarzinom - Ausmaß und prognostische Relevanz

Authors
Publisher
Universität Ulm. Medizinische Fakultät
Publication Date
Keywords
  • Lymphknoten
  • Metastase
  • Polymerase-Kettenreaktion
  • Pancreatic Neoplasms. Etiology
  • Pankreaskopfkarzinom
  • Polymerase Chain Reaction

Abstract

Hintergrund: Die Fünf-Jahres-Überlebensrate beim Pankreaskarzinom liegt selbst nach kurativer Resektion bei höchstens 20 - 25 %. Frühzeitig treten Lokalrezidive und Organmetastasen auf. Es wird vermutet, dass bei diesen Patienten zum Zeitpunkt der Operation bereits eine lymphatische Ausbreitung von Tumorzellen erfolgt ist, die durch die routinemäßige histologische Untersuchung nicht erkannt wird. Methode: Bei 23 Patienten, bei denen wegen eines Pankreaskarzinoms eine pp-Whipple-Operation mit kurativer Zielsetzung durchgeführt wurde, wurde die histologische Untersuchung der regionalen Lymphknoten (LK) mit molekularbiologischen Nachweisverfahren verglichen. Molekularbiologisch wurden die LK auf das Vorliegen von K-ras-Mutationen und die Expression von Zytokeratin 20 untersucht. Ergebnisse: Im Primärtumor lagen bei 19 Patienten K-ras-Mutationen vor, die CK20-Expression erfolgte bei 12 Patienten. In den LK wurden bei 6 % histologisch, bei 18 % durch den Nachweis von K-ras-Mutationen, bei 19 % durch den Nachweis der CK20-Expression und bei 23 % durch die Kombination beider molekularbiologischer Verfahren Mikrometastasen nachgewiesen. Die Lokalisation der molekularbiologischen Mikrometastasen zeigt folgende Verteilung: 31 % interaortokavale LK, 16 % LK im Ligamentum hepatoduodenale, 4 % LK um den Truncus coeliacus und 0 % LK um die A. mesenterica superior. Ein Zusammenhang zum postoperativen Auftreten von Lokalrezidiven und Fernmetastasen wurde nicht festgestellt. Schlussfolgerung: Im Vergleich zur histologischen Untersuchung konnten durch beide molekularbiologische Nachweisverfahren mehr LK-Mikrometastasen entdeckt werden. Beide Verfahren tragen zu einer Verbesserung in der Beurteilung des LK-Status bei und führen zu einem genaueren Tumorstaging. Am häufigsten lagen Mikrometastasen in den interaortokavalen LK vor. Eine prognostische Bedeutung der molekularbiologisch nachgewiesenen Mikrometastasen für das Auftreten von Lokalrezidiven und Fernmetastasen konnte nicht gezeigt werden.

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