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Die Legende vom Herzen Zwinglis neu untersucht: Ein Beitrag zur Geistesgeschichte der Zürcher Reformation

Authors
Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

Z W I N G L I A N A BEITRÄGE ZUR GESCHICHTE ZWINGLIS / DER REFORMATION U N D D E S P R O T E S T A N T I S M U S I N D E R S C H W E I Z H E R A U S G E G E B E N VOM ZWI N G LI VE R E IN 1953 / NR. 2 BAND IX / HEFT 10 Die Legende vom Herzen Zwingiis neu untersucht Ein Beitrag zur Geistesgeschichte der Zürcher Beformation1 Von GOTTFRIED W. LOCHER I. Vor einiger Zeit hat uns Pau l Boesch den „Hauptlobredner Zwingiis im Welschland" und „begeisterten Freund der Zürcher Kirche", den flämischen Flüchtling Pfarrer Andreas Zebedeus in Orbe, in Erin- nerung gerufen. Ihn hat auf seiner Studienreise der junge Kudolph Gwalther kennengelernt; dieser erzählt davon in einem langen, auf- geweckten Brief aus Lausanne seinem väterlichen Freund Bullinger in Zürich. Beigelegt hat Gwalther zwei lateinische Gedichte, die Zebedeus zu Ehren des Andenkens an Zwingli verfaßt hat, und sogar zwei eigene „Epitaphien", ein kurzes und ein langes, zu denen ihn das Vorbild des neuen Bekannten angeregt hat. Den Brief und die Gedichte hat Boesch neu entdeckt und erstmalig veröffentlicht. Seine Mitteilungen dazu ent- halten eine Reihe sehr zu beachtender Hinweise; daneben stellt auch die Übersetzung des lateinischen Poems in deutsche Distiche eine bewundernswürdige Leistung des Altphilologen dar2. Man möge es als ein Dankeszeichen auffassen, wenn hier das Gespräch eröffnet wird 1 Vortrag an der Jahresversammlung des Zwingli-Vereins in Zürich am 8. Juli 1953. - Der Übersicht halber sind die zu besprechenden Texte (I-VIII) am Ende dieses Aufsatzes zusammengestellt. Um Mißverständnissen vorzubeugen, betont der Untertitel, daß unser Interesse ein rein geistesgeschichtliches ist, d. h. nicht an den in Frage stehenden Fakten, sondern nur an ihren Motiven und Spiege- lungen haftet. Vgl. Anm. 27 am Ende. 2 Zwingliana IX, H. 4, S. 208 ff. Vgl. dazu Guggisberg in VI, S. 239, und Locher, IX, S. 307. 563 über einen Passus, dessen Sinn mir nicht genau wiedergegeben zu sein scheint - wei

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