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Stiften gehen : »Wir möchten gestalten.« – »… ein bisschen mehr Gleichheit schaffen …«

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  • Ddc:330

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Forschung Frankfurt | Ausgabe 2-2012 | Stiften gehen: "Wir möchten gestalten." 58 Fo r s chung F r ank f u r t 2 / 2012 Vo m U m g a n g m i t G e l d ? Kreuzten sich Ihre Wege zum ers- ten Mal 1964 in der wichtigsten Fi- nanzmetropole Europas, als Sie beide bei einer Londoner Bank volontierten? Können Sie sich noch an diese Begeg- nung erinnern? Koenigs: Ich erinnere mich, nur es war bei J. Henry Schroder Wagg & Co. Ltd. in der Londoner City, wir volontierten in unterschiedlichen Abteilungen. Wir haben damals re- lativ viel vom Banking gelernt, in jeder Richtung. Außerdem habe ich versucht, mein Englisch aufzu- bessern. Metzler: Wir kannten uns ja be- reits über Deinen Onkel Karl Oskar Koenigs, der bei uns Partner war. Ich war sehr froh über ein bekann- tes Gesicht in London, weil es mein erster Auslandsaufenthalt nach der Lehre in Hamburg war. Da konnte man sich gegenseitig ein bisschen helfen. Mich hat sehr be- eindruckt, wie tolerant Du trotz Deiner sehr strengen eigenen Wertmaßstäbe warst. ? Herr Koenigs, Sie haben mal ge- sagt, Sie stammten aus einer Klasse, »die Geld hatte, immer mit viel Geld umging und sich gerade deshalb nicht über das Geld defi nierte«. Das scheint auch auf andere wohlhabende Ban- kiersfamilien mit Tradition zuzutreffen. Ihre Herkunft weist gewisse Parallelen auf: die Koenigs in Köln mit der Del- brück Bank, die Familie Metzler mit dem ältesten deutschen privaten Bank- haus, das noch in Familienbesitz ist. Stiften gehen »Wir möchten gestalten.« – »… ein bisschen mehr Gleichheit schaffen …« Herr von Metzler, Sie haben diese Tra- ditionslinie weitergepfl egt und -gelebt, kamen Ihnen nie Zweifel? Metzler: Im Gegenteil, für mich stand immer fest: Die Bank ist inte- ressant. Wir wurden früh an das Bankgeschäft herangeführt. Das geschah ganz zwanglos. Die Bank war selbstverständliches Thema bei unseren Tischgesprächen zu Hause, und ich habe dabei immer das In- teresse und die Leidenschaft mei- nes Vaters dafür herau

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