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Gödels ontologischer Gottesbeweis

Authors
Publication Date
Keywords
  • Analytische Philosophie
  • Religionsphilosophie
  • Religionskritik
  • Logik
  • Analytische Philosophie
  • Institut Für Philosophie
  • Wien

Abstract

Kurt Gödel war ein bedeutender (Meta-)Mathematiker und Logiker des 20. Jahrhunderts.Seine bekanntesten Errungenschaften drehen sich wohl um die Unvollständigkeitssätze. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass sich Gödel über lange Zeitspannen hinweg mit der Philosophie von Leibniz und mit Gottesbeweisen beschäftigt hat. Überlegungen dazu hat er zwar nie publiziert, aber in seinem Nachlass fanden sich mindestens zwei in Prädikatenlogik formulierte Gottesbeweise. Ergänzt werden sie durch einige Bemerkungen in seinen Notizbüchern. In der vorliegenden Arbeit soll diesen Überlegungen nachgegangen werden. Zentral wird das Nachvollziehen des axiomatischen Systems sein, dass Gödel formuliert, um darin schlussendlich zu zeigen, dass es notwendigerweise genau ein göttliches Wesen gibt. Der Term notwendigerweise deutet an, dass auch modallogische Axiome, Schlussregeln und Operatoren verwendet werden. Da die Notizen von Gödel eher spärlich sind, wurden zahlreiche Ergänzungen und Reformulierungen von anderen Autoren geschrieben, die teilweise andere (teilweise schwächere) Axiome verwenden, oder aber den Axiomen treu bleiben, jedoch Erläuterungen hinzufügen. Zum ersten Mal publiziert wurde eine Version der Gödelschen Gottesbeweise erst posthum, 1987 von Curt Christian in einem Sitzungsbericht der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Bei der Erörterung des axiomatischen Systems werde ich mich jedoch auf Fuhrmann (2005) beziehen. Die Originalbeweise mit zusätzlichen Kommentaren sind im Anhang A zu ?nden.

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