Affordable Access

Access to the full text

Der deutsch-israelische Raketenstreit von 1978

Authors
  • Leber, Hubert1, 2
  • 1 Philipps-Universität Marburg, Wilhelm-Röpke-Strasse 6c, 35032, Germany , (Germany)
  • 2 Universität Haifa, Abba Khoushy Ave 199,, Israel , (Israel)
Type
Published Article
Journal
Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte
Publisher
De Gruyter Oldenbourg
Publication Date
Oct 01, 2019
Volume
67
Issue
4
Pages
621–660
Identifiers
DOI: 10.1515/vfzg-2019-0041
Source
De Gruyter
Keywords
License
Yellow

Abstract

Die Nachricht, dass Frankreich moderne Panzerabwehrraketen an Syrien liefere, sorgte 1978 für Unruhe in Israel. Produziert wurden die Flugkörper im Rahmen einer deutsch-französischen Rüstungskooperation. Daher forderte Israel von der Bundesregierung, das Waffengeschäft zu unterbinden. Es kam zu einem monatelangen Konflikt zwischen Bonn und Jerusalem, den Hubert Leber erstmals anhand von Archivquellen aus beiden Ländern untersucht. Die Analyse bietet Einsichten zur normativen Entwicklung der deutschen Rüstungsexport- und Israel-Politik. Nach außen gab sich die Regierung Schmidt/Genscher machtlos. Tatsächlich aber verzichtete sie darauf, eine Veto-Option auszuschöpfen, die sie sich intern gegen Exporte aus Partnerländer der Rüstungskooperation vorbehalten hatte. Zu den Folgen gehörte, dass israelische Soldaten im Libanonkrieg 1982 durch deutsche Militärtechnik verletzt oder getötet wurden.

Report this publication

Statistics

Seen <100 times