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Martina Wehrli-Johns, Geschichte des Zürcher Predigerkonvents (1230 bis 1524), Mendikantentum zwischen Kirche, Adel und Stadt, Diss. Zürich, Zürich 1980

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Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

derte durchgezogenen, systematischen Bekämpfung in ganz Europa, die bereits nach dem vierten Lateranum (1215) eingesetzt hatte. Molnärs Buch ist in der DDR erschienen, wohl weil es ein Stück «Kirchenge- schichte der Ketzer» darstellt. Das hat den wichtigen Vorteil, daß das Buch trotz seinem Umfang noch erschwinglich ist. Hans Ott, Basel Martina Wehrli-Johns, Geschichte des Zürcher Predigerkonvents (1230 bis 1524), Mendikantentum zwischen Kirche, Adel und Stadt, Diss. Zürich, Hans Rohr, Zürich, 1980, X+270 S, 2 Kart, 5 Tafeln, br, sFr. 38.-. Mit dieser als Zürcher Dissertation entstandenen Geschichte des Predigerkon- ventes in Zürich, der zu den ältesten deutscher Zunge gehört, wurde eine lang offen gebliebene Lücke der Stadt- und Kirchengeschichte Zürichs geschlossen. Die beiden wertvollen früheren Dissertationen über die Dominikanerinnenklö- ster Oetenbach (von A. Halter, 1956) und Töß (von M.-Cl. Däniker-Gysin, 1958) finden darin eine glückliche Ergänzung, waren doch die Zürcher Domi- nikaner bei Gründung und Leitung dieser beiden weit bekannten Nonnenklö- ster maßgebend beteiligt. Die Bearbeiterin sah sich allerdings besonderen Schwierigkeiten der Quellenlage gegenüber, da in der Reformationszeit das meiste Material, das nicht mit der Güterverwaltung zusammenhing, vernichtet wurde. Das noch Vorhandene hat Frau Wehrli-Johns mit Fleiß gesammelt und mit Er- folg verarbeitet. Dies zeigt sich nur schon in den Listen der Prioren, Subprio- ren, Brüder und Pfleger, sodann in der Zusammenstellung über den Grundbe- sitz der Prediger in Zürich. Schon in der Mitte des 13. Jahrhunderts war ja den Dominikanerklöstern Grundbesitz gestattet, während dem einzelnen Ordens- mitglied Privateigentum untersagt blieb. Nach anfänglichen Widerständen von Seiten des Pfarrklerus, namentlich des Großmünsterstiftes, gestaltete sich die Zusammenarbeit der Prediger mit der übrigen Zürcher Geistlichkeit recht gut. Den Bettelorden wurde von der Bevöl- kerung große Sympathie entgegengebracht. Beson

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