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Fenomen Međugorja. Faktografija

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Publisher
Catholic Faculty of Theology, University of Zagreb; [email protected]
Publication Date

Abstract

Das Phänomen Međugorje, das seit 11 Jahren besteht, hat schon weltweite Dimensionen angenommen. Einer allgemeinen Überraschung am Anfang, als sechs Jugendlichen aus Bijakovići, der Pfarrei Međugorje in der Diözese Mostar-Duvno, begännen zu behaupten die Mutter Gottes wäre ihnen erschienen, folgten die Scharen von Pilgern aus ganzer Welt. In den ersten zehn Jahren rechnet man mit cca 15.000.000 Pilger. In den Kriegsmonaten 1991-1992 ist die Zahl der Pilger stark zurückgegangen. Verschieden sind die Motive, die die Pilger nach Međugorje ziehen, fast alle aber behaupten, dort einen seelischen Frieden zu finden. Es wird auch von wunderbaren Heilungen gesprochen, von denen einige auch wissenschaftlich untersucht worden sind. Zahlreich sind die Bekehrungen, von denen die Pilger durch Wort und Tat Zeugnis geben. Die Seher selbst sind anfänglich verschiedenen Verfolgungen ausgesetzt und verschiedenen Untersuchungen unterworfen worden. Die wissenschaftliche Untersuchungen der Fachleute schloßen Krankheit sowie Lüge und Manipulation aus. Der jugoslawische komunistische Staat verfolgte am Anfang die Seher, sperrte die Seelsorgen ein, verbot den Zugang zu den Bergen, kontrollierte Einreisen der Pilger, jahrelang untersagte jeglichen kirchlichen Bau. Später ist er selbst stillschweigend verschwunden. Der Ortsordinarius stand am Anfang positiv den Ereignissen gegenüber, bald aber wechselte er seine Stellungnahme. Einige Kommissionen haben die Ereignisse in Međugorje untersucht bis die Bischofskonferenz im April 1991 erklärte, daß aufgrund der bisherigen Untersuchungen nicht festgestellt werden könne, ob es sich um übernatürliche Erscheinungen und Offenbarungen handele, daß aber die Pilger pastoral versorgt werden müssen. In diesem Sinne wurde eine liturgisch-pastorale Kommission der BK ernannt. Drei sind spezifische Versammlungspunkte der Pilger in Medugorje: der Erscheinungsberg, wo hauptsächlich der Rosenkranz gebetet wird, der Kreuzberg, dem Leiden Jesu gewidmet und die Pfarrkirche, wo die Eucharistie gefeiert und angebetet wird. In wenigen Jahren ist Međugorje als »Beichtstuhl der Welt« bekannt geworden. Als Treffpunkt der Pilger aus alter Welt ist Međugorje zu einem Friedenszentrum geworden und bietet der Kirche verschiedene Möglichkeiten der Neuevangelisierung. Aufgrund der Botschaften sind tausende von Gebetsgruppen und Friedenszentren in der ganzen Welt entstanden, viele geistliche Berufe geweckt, neue Ordensgemeinschaften gegründet. Sogar der schreckliche Krieg in Bosnien, Hercegovina und Kroatien hat die Bedeutung von Međugorje nicht gemindert. Die Freunde von Međugorje helfen den Opfern des Krieges durch Gebet, politischen Einsatz und ganz besonders durch so genannte humanitäre Hilfe. Das Međugorjephänomen stärkt die Hoffnung, daß Gott durch Maria den Anfang einer neuen Welt zeigen will, die auf den Ruinen der alten entsteht.

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