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Beitrag zur Frage der Spezifität der Organantigenen sowie der spezifischen Wirknngsweise von Antiorganimmunserum

Authors
Publisher
岡山医学会
Publication Date

Abstract

Über die Organspezifität, insbesondere über diejenige der inneren Organe wurden genaue serologische Untersuchungen angestellt, jedoch es wurden keine übereinstimmender Ergebnisse erzielt. Die Antiorgansera wurden dadurch hergestellt, dass die Kaninchen durch Leber, Niere, Nebenniere und Milz von Rindern 3 mal immunisiert wurden. Als Untersuchungsmethode verwandte ich die Unrenhuth'sche Ringprobe sowie die Ogata'sche Präzipitinverdünnungsmethode unseres Institutes, und zwar studierte ich noch genauer nach Absättigung mit Serumeiweis die Verwandschaft der einzelnen Organe. Durch Komplementbindungsreaktion habe ich dann weiter die Beziehungen zwischen den Eiweisskörpern der einzelnen Organgewebe festgestellt. Zweitens prüfte ich die Wirkungsweise von Antiorganimmunserum auf die entsprechende Organfunktion, indem ich die Blutzuckerverschiebung durch Antinebennieren und Antipankreasimmunserum genau untersuchte. (über Antiknochenmark und Antimilzimmunserum hab ich in voriger Arbeit schon berichtet). Die Ergebnisse werden folgendermassen kurz zusammengefasst. 1) Durch Präzipitinreaktion des Organantigen auf Organimmunserum kann man eine Organspezifität in den verschiedenen inneren Organen (Leber, Niere, Nebenniere, Milz u. Knochenmark) annehmen weil das Antiserum, gegen entsprechenden Organantigenen meist am stärksten reagiert. Doch sind die Grade der Verwandtschaft zwischen den einzelnen Organen infolge Serumbeimischung kaum nachweisbar. Nach Absättingungmit Serumeiweis wurden diese Verwandtschaftsgrade etwas deutlicher und ich konnte folgende Ordnung in bezug auf die Verwandtschaftsgrade aus unter den verschiedenen Organen aufstellen, Nebenniere-Niere-Leber-Milz-Knochenmark. Es handelt sich aber nicht um die absolute, sondern um die relative Spezifität. 2) Der Blutzucker wird beim Kaninchen durch Injektion von Nebenniereimmunserum je nach der Antiserummenge beeinflusst, und zwar entsteht bei grosser Menge deutliche Hypoglykämie, und bei mittelmässiger Menge Hyperglykämie. 3) Hinsichtlich des Pankreas-immunserums ist dieser Einfluss umgekehrt wie beim Nebenniereimmunserum, und zwar tritt bei mittelmässiger Menge Hypoglykämie auf, dagegen bei grosser Menge Hyperglykämie. 4) Die Veränderung des Blutzuckergehaltes infolge der Injektion von Immunsera geht nicht parallel mit der Serummenge, sondern mit dem Präzipitingehalt. 5) In bezug auf die Beziehungen des Nebenniereimmunserum zur Insulinhypoglykämie äussert es sich so, dass es bei geringer Menge auf die letztere hemmend wirkt und zugleich dazu neigt, den Blutzucker des Versuchstiers zu vermehren, doch wird bei grosser Menge von Serum die Hypoglykämie verstärkt. Diese Beziehung ist ganz analog wie jene des Pankreasimmunserum zur Adrenalinhyperglykämie; d. i. das Serum wirkt in mässigen Mengen hemmend auf den Blutzucker, in grossen Mengen befördernd. 6) Bei gleichzeitiger Injektion von Nebenniere- und Pankreasimmunserum macht die Blutzuckerveränderung des Versuchstiers den Eindruck, als ob die beiden Immunserum sich gegenseitig neutralisierten.

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