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COVID-19 bei Kindern und Jugendlichen mit chronischen Lungenerkrankungen

Authors
  • Kiefer, A.1
  • Kerzel, S.1
  • 1 Universitätskinderklinik Regensburg am KUNO Standort Klinik St. Hedwig,
Type
Published Article
Journal
Der Pneumologe
Publisher
Springer Medizin
Publication Date
Aug 21, 2020
Pages
1–5
Identifiers
DOI: 10.1007/s10405-020-00340-7
PMID: 32863816
PMCID: PMC7441597
Source
PubMed Central
Keywords
License
Unknown

Abstract

Hintergrund Kinder und Jugendliche mit chronischen Lungenerkrankungen standen zu Beginn der SARS-CoV-2-Pandemie im Fokus der Aufmerksamkeit. Mangels epidemiologischer Daten und klinischer Erfahrung war zu befürchten, dass Kinder mit respiratorischen Vorerkrankungen – ähnlich wie im Erwachsenenalter – eine Risikogruppe für besonders schwere Verläufe von COVID-19 darstellen. Ziel der Arbeit Es erfolgen die Darstellung der aktuellen vorliegenden Daten zu dieser Patientengruppe und Schilderung der eigenen Erfahrungen anhand von 3 ausgewählten Fällen. Material und Methoden Es erfolgen die Auswertung der aktuellen (epidemiologischen) Daten, Beschreibung dreier ausgewählter Fälle und Diskussion aktueller Empfehlungen und Handlungsstrategien. Ergebnisse Die Inzidenz von COVID-19-Erkrankungen ist bei Kindern und Jugendlichen deutlich niedriger als bei Erwachsenen. Weiterhin lassen sich die bei Erwachsenen bekannten Risikofaktoren nicht einfach auf das pädiatrische Patientenkollektiv übertragen. Kinder und Jugendliche mit chronischen Lungenerkrankungen zeigen in der Mehrzahl der Fälle einen milden Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion. Diskussion Die insgesamt ermutigenden Erfahrungen sollten nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch bei Kindern und Jugendlichen zu teilweise schweren Verläufen kommt. Weiterhin können Spätfolgen wie das „pediatric inflammatory multisystem syndrome“ (PIMS) mit teilweise fatalem Ausgang auftreten. Dennoch ist darauf zu achten, dass diese vulnerable Patientengruppe nicht durch Isolationsmaßnahmen und Einschränkungen vermeidbare Schäden erleidet. Als Beispiel genannt seien hier aus Corona-Angst abgesagte Ambulanztermine, sodass Verschlechterungen der Grunderkrankung verspätet erkannt werden.

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