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Chronisches Handekzem in Europa: Erfassung von Patientenerfahrungen und -perspektiven (CHEPEP) anhand von qualitativen Interviews

Authors
  • Rönsch, Henriette
  • Schiffers, Frederike
  • Ofenloch, Robert
  • Weisshaar, Elke
  • Buse, Anna-Sophie
  • Hansen, Andreas
  • John, Swen Malte
  • Giménez Arnau, Ana
  • Pesqué, David
  • Agner, Tove
  • Nørreslet, Line Brok
  • Loman, Laura
  • Romeijn, Geertruida L E
  • Schuttellaar, Marie-Louise
  • Bjelajac, Adrijana
  • Macan, Jelena
  • Apfelbacher, Christian
  • Bauer, Andrea
Type
Published Article
Journal
Kompass Dermatologie
Publisher
S. Karger GmbH
Publication Date
Jan 12, 2024
Volume
12
Issue
1
Pages
4–11
Identifiers
DOI: 10.1159/000536091
Source
Karger
Disciplines
  • Übersichtsarbeit
License
Green
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Abstract

Hintergrund: Das chronische Handekzem (CHE) ist eine sehr häufige Hauterkrankung in der europäischen Bevölkerung. Es verursacht Juckreiz und Schmerzen und beeinträchtigt in schwereren Fällen die Funktion der Hände bei der Arbeit und im Privatleben erheblich. Ziele: Perspektiven von Menschen zu erforschen, die mit CHE leben, und deren Probleme, Wünsche und Ziele zu verstehen. Methoden: Wir folgten einem qualitativen Ansatz und führten themengeführte Interviews in fünf europäischen Ländern durch. Wir verwendeten eine Template-Analyse, um wiederkehrende Themen bei Patienten mit CHE zu identifizieren. Ergebnisse: Wir befragten 60 Patienten in sieben ambulanten dermatologischen und arbeitsmedizinischen Kliniken in Kroatien, Dänemark, Deutschland, den Niederlanden und Spanien. Es wurden fünf Hauptthemen identifiziert: (1) Wissen über die Krankheit und ihren Verlauf, (2) präventives Verhalten, (3) Therapie des Handekzems, (4) Auswirkungen auf den Alltag und (5) Einstellungen gegenüber dem CHE und der Gesundheitsversorgung. Die Teilnehmer fühlten sich nicht gut über CHE informiert, insbesondere über die Ursachen, Auslöser und Behandlungsmöglichkeiten. Vorbeugende Maßnahmen wurden als mehr oder weniger wirksam, aber auch als umständlich empfunden. Die Erfahrungen mit der Therapie waren vielfältig. Die Behandlungszufriedenheit hing von den erreichten Ergebnissen und der wahrgenommenen Unterstützung durch die Behandlungsteams ab. Die Teilnehmer fanden es wichtig, ernst genommen zu werden, praktische Ratschläge zu erhalten, zusätzliche Behandlungen oder Untersuchungen auszuprobieren, neue Hoffnung zu schöpfen und berufliche Perspektiven zu haben. Sie wünschten sich, dass andere die körperliche und emotionale Belastung durch das CHE besser verstehen könnten. Patientenunterstützungsgruppen wurden nicht erwähnt. Die Teilnehmer fanden es wichtig, zu lernen, mit dem Ekzem umzugehen, und das Leben mit CHE zu akzeptieren. Schlussfolgerungen: Aufgrund der lästigen Symptome, der hohen Sichtbarkeit und der Beeinträchtigung der Hände bei der Arbeit und im Privatleben hat das CHE eine hohe emotionale und soziale Wirkung. Manche Menschen benötigen möglicherweise Unterstützung, um den Umgang mit dem CHE und dessen Prävention zu erlernen. Patienten wünschen sich Informationen über Ursachen und Auslöser. Sie schätzen Ärzte, die ihnen zuhören und immer wieder nach Lösungen suchen. © 2023 Die Autoren. Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology, veröffentlicht von John Wiley & Sons Ltd im Auftrag der European Academy of Dermatology and Venereology.

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