Affordable Access

deepdyve-link
Publisher Website

Carbon pricing and transfers : feasible and effective multilevel climate policy in federations / Kohlenstoffbepreisung und Transfers : realisierbare und wirksame Mehrebenen-Klimapolitik in Föderationen

Authors
  • Roolfs, Christina
Publication Date
Feb 02, 2021
Identifiers
DOI: 10.14279/depositonce-11275
OAI: oai:depositonce.tu-berlin.de:11303/12433
Source
DepositOnce
Keywords
Language
English
License
Unknown
External links

Abstract

Regional and national governments face the challenge of enacting policies that rapidly decarbonize their economies so as to deliver on their climate targets. They need to find policy instruments that are both effective and feasible. Simultaneously reducing greenhouse gas emissions at multiple levels is a promising step forward. By analyzing the effectiveness and feasibility of multilevel climate policies in federal systems, this thesis translates Elinor Ostrom's polycentric governance approach to formal public economics. General equilibrium models of low to medium complexity are developed and solved analytically and numerically for this purpose. The European Union (EU) serves as the primary example. In a nutshell, the following three results are generated: First, socially optimal transfers imply rich states being donors and poor states being recipients of carbon price revenues. From the perspective of rich states, these transfers may be too large and thus become politically infeasible. Second, choosing a uniform federal carbon price that maximizes the utility of the richest state leads to a minimum federal carbon price to which all member states would agree. The existence of such a minimum federal price depends on the degree of wealth heterogeneity among member states; the federal transfer rules; and whether or not states anticipate federal transfers. While transfers based on states' historical emission levels (sovereignty) are always feasible and effective, excessive differences in wealth between states limit the feasibility of equal per capita (egalitarian) transfers. Transfers based on states' actual emission payments (juste retour) render federal policy ineffective if states are able to anticipate them. Third, the potential for progressive uniform federal carbon prices depends on the relationship of member states' differences in wealth (vertical inequality) and CO_2 emission intensity (horizontal inequality). If CO_2 emission intensity and wealth are inversely correlated, then a uniform federal carbon price has a regressive effect. This is the case for most countries in the EU. The EU, however, transfers a major part of its ETS revenues based on the sovereignty rule. Such transfers can counteract the initial regressive effect leading to a progressive federal carbon price. Overall, this thesis provides a systematic analysis of price-based multilevel climate policy and revenue transfers in federal systems without solving the general distributional conflicts in a federation. It identifies federal carbon prices that create a win-win situation for all member states and demonstrates that at appropriate minimum prices, the largest donor state voluntarily gives transfers to other member states. The results may be of interest to policymakers seeking feasible federal minimum carbon prices, appropriate transfer designs and fair burden-sharing in federal systems. / Regionale und nationale Regierungen stehen vor der Herausforderung, politische Maßnahmen zur raschen Dekarbonisierung ihrer Volkswirtschaften zu ergreifen, um ihre Klimaziele zu erreichen. Sie müssen politische Instrumente finden, die sowohl wirksam als auch durchführbar sind. Die gleichzeitige Reduzierung der Treibhausgasemissionen auf mehreren Ebenen ist ein vielversprechender Schritt nach vorn. Durch die Analyse der Wirksamkeit und Durchführbarkeit von Klimapolitiken auf mehreren Ebenen in föderalen Systemen übersetzt diese Arbeit Elinor Ostroms polyzentrischen Governance-Ansatz in die formale, öffentliche Finanzwirtschaft. Zu diesem Zweck werden allgemeine Gleichgewichtsmodelle von geringer bis mittlerer Komplexität entwickelt und analytisch und numerisch gelöst. Als primäres Beispiel dient die Europäische Union (EU). Zusammengefasst werden die folgenden drei Ergebnisse generiert: Erstens kann eine Preisuntergrenze im Emissionshandelssystem (ETS) dessen Mängel beheben. Sozial optimale Transfers implizieren, dass reiche Länder zu Gebern und arme Länder zu Empfängern von CO_2-Preiseinnahmen werden. Aus der Perspektive reicher Länder können diese Transfers zu groß und damit politisch undurchführbar sein. Zweitens führt die Wahl eines einheitlichen föderalen CO_2-Preises, der den Nutzen des reichsten Landes maximiert, zu einem föderalen CO_2-Mindestpreis, dem alle Mitgliedsländer zustimmen würden. Die Existenz eines solchen föderalen Mindestpreises hängt ab vom Grad der Wohlstandsheterogenität zwischen den Ländern, von den föderalen Transferregeln und ob die Länder föderale Transfers antizipieren oder nicht. Während Transfers auf der Grundlage des historischen Emissionsniveaus der Länder (Souveränität) immer durchführbar und wirksam sind, schränken übermäßige Wohlstandsunterschiede zwischen den Ländern die Durchführbarkeit gleicher (egalitärer) Pro-Kopf-Transfers ein. Transfers, die auf den tatsächlichen Emissionszahlungen der Länder beruhen (juste retour), machen die föderale Politik unwirksam, wenn die Länder in der Lage sind, diese zu antizipieren. Drittens hängt das Potenzial für progressive einheitliche CO_2-Preises auf föderaler Ebene vom Verhältnis zwischen den Wohlstandsunterschieden der Ländern (vertikale Ungleichheit) und der CO_2-Emissionsintensität (horizontale Ungleichheit) ab. Wenn reiche Länder eine niedrigere CO_2-Emissionsintensität haben als arme Länder, dann hat ein föderaler CO_2-Preis einen regressiven Effekt. Dies ist für die meisten Länder in der EU der Fall. Die EU transferiert den grö{ß}ten Teil der Einnahmen aus ihrem ETS auf der Grundlage der Souveränitätsregel. Solche Transfers können dem anfänglich regressiven Effekt entgegenwirken und zu einem progressiven föderalen CO_2-Preis führen. Insgesamt bietet diese Dissertation eine systematische Analyse der preisbasierten Mehrebenen-Klimapolitik und Transfers in föderalen Systemen ohne die allgemeinen Verteilungskonflikte in einer Föderation zu lösen. Sie identifiziert föderale CO_2-Preise, die eine Win-Win-Situation für alle Mitgliedsländer schaffen und zeigt, dass bestimmte CO_2-Mindestpreise gewährleisten, dass das größte Geberland freiwillig Transfers an andere Mitgliedsländer zahlt. Die Ergebnisse können für politische Entscheidungsträger von Interesse sein, die nach machbaren föderalen CO_2- M Mindestpreisen, geeigneten Transferdesigns und fairen Lastenverteilungen in föderalen Systemen suchen.

Report this publication

Statistics

Seen <100 times