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What Did Nixon’s Exclamation “Long Live Croatia” Mean?

Authors
Publisher
Institute of Social Sciences IVO PILAR
Publication Date

Abstract

Richard M. Nixon war der erste US-Präsident, der zu einem Staatsbesuch nach Jugoslawien kam (30. September – 2. Oktober 1970). Im Rahmen seines zweitägigen Aufenthalts beim jugoslawischen Staatspräsidenten Tito traf Nixon auch in der kroatischen Hauptstadt Zagreb sowie in Titos Geburtsort Kumrovec zu einem kurzen Besuch ein. Der Entschluß, im Rahmen des in Belgrad vorgesehenen Staatsbesuchs eine weitere Stadt zu besuchen, war ein Präzedenzfall der amerikanischen Diplomatie. – In der kroatischen Gesellschaft wurden zu Beginn der 70er Jahre immer mehr Stimmen laut, die eine Demokratisierung der Verhältnisse innerhalb der jugoslawischen Föderation, eine Lockerung der wirtschaftlichen Beziehungen usw. forderten. Als der US-Präsident auf einem Empfang bei den führenden kroatischen Politikern "Es lebe Kroatien!" ausrief, glaubten viele, daß daraus wie auch aus dem Besuch in Zagreb selbst mehr als nur eine höfliche Geste herauszulesen und der Vorfall vielmehr als unmißverständliche Gunstbezeigung für die demokratischen Bestrebungen Kroatiens zu deuten waren. Aufgrund der verfügbaren, sekundären Quellen (kroatische und amerikanische Tages- und Wochenzeitungen, elektronische Aufzeichnungen und Memoiren) analysiert der Verfasser den Verlauf des Staatsbesuchs von Präsident Nixon sowie relevante Eigenschaften der US-Außenpolitik. Wenn auch eine klarere Perspektive dieser Ereignisse erst durch die Einsicht in bislang nicht zugängliches Archivmaterial möglich sein wird, so kann aufgrund der behandelten Quellen doch gesagt werden, daß dem Nixon-Besuch in Kroatien wohl kaum eine tiefere politische Bedeutung oder gar Kroatophilie beizumessen ist.

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