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Komponenten des Beschäftigungswachstums

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Monatsberichte 7/1979 Komponenten des Beschäftigungswachstums Ein Vergleich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Österreich In Österreich liegt die Arbeitslosenrate seit der schweren Rezession 1975 bei 2% Sie ist damit merk- lich niedriger als im Durchschnitt der westlichen Indu- strieländer (in der OECD waren in den letzten Jahren 15 bis 16 Mill Menschen oder 5!4% alier Arbeitskräfte arbeitslos) Die relativ gunstige Arbeitstage in Öster- reich ist das Ergebnis eines komplexen Zusammen- spiels von wirtschaftlichen Verhaltensweisen und wirtschaftspolitischen Maßnahmen das nicht leicht zu erfassen ist Das Institut versucht daher dieses Thema in mehreren Arbeiten unter verschiedenen Aspekten zu behandeln um ein möglichst abgerun- detes Bild zu vermitteln1) Der vorliegende Aufsatz vergleicht die Entwicklung der Beschäftigung in der BRD und in Österreich im Zeitraum 1964 bis 1977 Die Beobachtungsperiode schließt zwei Abschnitte mit extremer Konjunkturlage ein: Die Aufschwungs- und Hochkonjunkturphase 1968/1974, die in Österreich besonders stark ausge- prägt war (die BRD erlitt 1971 einen leichten Konjunk- tureinbruch, den Österreich nicht mitmachte), und die Stagnationsphase seit 1975, in der das Wirtschafts- wachstum in beiden Ländern merklich unter den lang- fristigen Trend sank, der sich seit dem 2Weltkrieg eingespielt hatte Die Analyse bedient sich haupt- sächlich der Methode der Komponentenzerlegung: Das Beschäftigungswachstum in beiden Ländern wird in bestimmte Komponenten (Veränderung von Pro- duktion, Stundenproduktivität und Arbeitszeit) zer- legt Danach wird geprüft, welche Komponenten zur relativ günstigeren Beschäftigungsentwicklung in Österreich beitrugen Der Vergleich mit der BRD wurde nicht zuletzt deshalb gewählt weil dort ähn- liche Berechnungen angestellt wurden2) Die "Entkoppelung" von Arbeits- und Gütermärkten Das Bruttoinlandsprodukt (Q) einer Volkswirtschaft wird von den Erwerbstätigen (E) in ihrer Arbeitszeit (L) erarbeitet Es ist daher

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