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Analyse einer Tarnungsarchitektin : die Giftmörderin Gesche Gottfried und ihr Biograph

Authors
Publisher
Deutschland
Publication Date
Keywords
  • Psychology
  • Social Sciences
  • Sociology
  • Anthropology
  • Psychologie
  • Sozialwissenschaften
  • Soziologie
  • Angewandte Psychologie
  • Frauen- Und Geschlechterforschung
  • Applied Psychology
  • Women´S Studies
  • Gender Studies
  • Tötungsdelikt
  • Frau
  • Geschlechtsspezifische Faktoren
  • Psychoanalyse
  • Strafvollzug
  • 19. Jahrhundert
  • Homicide
  • Woman
  • Gender-Specific Factors
  • Psychoanalysis
  • Execution Of Sentence
  • Nineteenth Century

Abstract

www.ssoar.info Analyse einer Tarnungsarchitektin : die Giftmörderin Gesche Gottfried und ihr Biograph Bernard, Andreas Veröffentlichungsversion / Published Version Zeitschriftenartikel / journal article Empfohlene Zitierung / Suggested Citation: Bernard, Andreas: Analyse einer Tarnungsarchitektin : die Giftmörderin Gesche Gottfried und ihr Biograph. In: Psychologie und Gesellschaftskritik 20 (1996), 1/2, pp. 145-166. URN: http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:0168-ssoar-265953 Nutzungsbedingungen: Dieser Text wird unter einer CC BY-NC-ND Lizenz (Namensnennung- Nicht-kommerziell-Keine Bearbeitung) zur Verfügung gestellt. Nähere Auskünfte zu den CC-Lizenzen finden Sie hier: http://creativecommons.org/licenses/ Terms of use: This Dokument is made available under a CC BY-NC-SA Licence (Attribution-Attribution-NonCommercial-ShareAlike). For more Information see: http://creativecommons.org/licenses/ Andreas Bernard Analyse einer Tarnungsarchitektin Die Giftmörderin Gesche Gottfried und ihr Biograph »Giftmischer sind meistens Neuropathen, Melancholiker, Paralytiker, Schwachsinnige, Degenerierte, Hysterische, Effemierte oder Weiber.« Hans Groß Im Jahre 1831 erscheinen in einem kleinen Bremer Buchverlag drei bemerkenswerte Bände: Sie stammen von einem Rechtsanwalt na­ mens Friedrich Voget und enthalten die Lebensgeschichte seiner ge­ rade hingerichteten Mandantin, der vierzehnfachen Giftmörderin Ge­ sche Gottfried. Während Gottfrieds mehr als dreijährigen Gefang­ nisaufenthalts ist der Jurist nur in den ersten Monaten für die ihm angetragene Verteidigung der Verbrecherin zuständig; nach der Been­ digung der Beweisaufnahme im März 1829 wirft Voget die Anwalts­ robe ab und verfolgt von nun an ein anthropologisches Interesse: Vo­ get beginnt die Entwicklung der Delinquentin in Haft zu beobachten und läßt sich nebenbei ihre Lebensgeschichte erzählen. Das Gefangnis wird zum Labor: In deutschen Strafsystemen der 1830er Jahre ist es durchaus nicht die Regel, daß ein überfü

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