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Kirche und der Gruppenmensch

Authors
Publisher
Catholic Faculty of Theology, University of Zagreb; [email protected]
Publication Date

Abstract

Innerhalb des Rahmenthemas „Kann die Kirche heute dem Menschen dienen?“ wird die Dynamik (Mechanik) des Gruppenverhaltens untersucht, die gefährlichen Mängel dieser meist unbewusster Verhaltensweisen in Hinsicht auf die Bewältigung heutiger Welt- und Kirchen probleme aufgezeigt. Dabei werden besonders der Ethnozentrismus und verschiedene Arten der Gruppenfrustration mit ihren Folgen und den entsprechenden Kompensationsmechanismen untersucht und dargelegt. Da es sich um primitive, animalische - obwohl vom naturalistischen Standpunkt sinnvolle - Verhaltensweisen handelt, wird in der heutigen Lage (enormer technischer Fortschritt auch der Zerstörungsmittel und die immer grössere Lebensabhängigkeit einzelner ethnischer und kultureller Gruppen voneinander) ihre Unzulänglichkeit offenbar. Die Lehre Christi von der Liebe auch zu den Feinden verlangt ein neues Gruppenbewusstsein, d. h. alle Menschen sind „unser“. Sein Gebot über das Nichturteilen und Dienen verlangt, dass der Mensch als Person und nicht bloss als Gruppeneinheit angegangen wird. Christen als Gruppen, auch die Kirche als Gruppe, können dem heutigen Menschen in seinen Gruppenproblemen nur dann dienen, wenn sie auch in ihrem Verhalten als Gruppe nicht bloss das tun, was sonst auch „die Heiden“ tun.

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