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Bewegungstraining bei Patienten mit chronischen Atemwegserkrankungen: Werden kardiovaskuläre Komorbiditäten und Outcomes berücksichtigt? Eine systematische Übersichtsarbeit

Authors
  • Machado, Ana
  • Quadflieg, Kirsten
  • Olveira, Ana
  • Keytsman, Charly
  • Marques, Alda
  • Hansen, Dominique
  • Burtin, Chris
Type
Published Article
Journal
Kompass Pneumologie
Publisher
S. Karger GmbH
Publication Date
Jul 16, 2020
Volume
8
Issue
4
Pages
178–199
Identifiers
DOI: 10.1159/000509305
Source
Karger
Keywords
License
Green
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Abstract

Patienten mit chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD), Asthma und interstitiellen Lungenerkrankungen (ILD) weisen häufig kardiovaskuläre Komorbiditäten (KVK) auf. Bewegungstraining ist eine tragende Säule bei der Behandlung dieser Erkrankungen, doch existieren kaum Empfehlungen zur maßgeschneiderten Anpassung von Programmen für Patienten mit Atemwegserkrankungen und KVK. Ziel der vorliegenden systematischen Übersichtsarbeit war es, die Eignungskriterien zu identifizieren, die für die Auswahl von Patienten mit COPD, Asthma oder ILD und KVK für Bewegungsprogramme herangezogen werden, und die Auswirkungen von Bewegung auf die kardiovaskulären Outcomes zu bewerten. Darüber hinaus sollte festgestellt werden, wie Bewegungsprogramme auf Patienten mit KVK zugeschnitten wurden. Es erfolgte eine Suche in den Datenbanken PubMed, Scopus, Web of Science und Cochrane. Drei Reviewer extrahierten die Daten, und zwei Reviewer bewerteten unabhängig voneinander die Qualität der Studien mithilfe des Quality Assessment Tool for Quantitative Studies. Bei der Berechnung der individuellen und gepoolten Effektstärken (ES) kam MetaXL 5.3 zur Anwendung. In den meisten Studien (58,9 %) waren Patienten mit stabiler und instabiler KVK ausgeschlossen. Insgesamt berichteten 26 von 42 Studien kardiovaskuläre Outcomes. Das am häufigsten berichtete Outcome-Maß war die Herzfrequenz in Ruhe (n = 13), und es zeigte sich ein geringer statistisch signifikanter Effekt (ES = -0,23) des Bewegungstrainings auf die Herzfrequenz in Ruhe bei COPD-Patienten. Es wurden keine speziellen Anpassungen für die verordneten Bewegungstrainings beschrieben. Wenige Studien schlossen Patienten mit KVK ein. Ein individueller Zuschnitt der Bewegungsprogramme fehlte und die beobachteten Effekte waren begrenzt. Zukünftige Studien sollten den Effekt maßgeschneiderter Bewegungsprogramme auf relevante Outcome-Maße bei Patienten mit Atemwegserkrankungen und KVK untersuchen.

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