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Bedingte Un/Verfügbarkeit. Zur Kritik des praxeologischen Körpers

Authors
  • Alkemeyer, Thomas1
  • 1 Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Fak. IV für Human- und Gesellschaftswissenschaften, Ammerländer Heerstraße 114–118, Oldenburg, 26129, Deutschland , Oldenburg (Germany)
Type
Published Article
Journal
Österreichische Zeitschrift für Soziologie
Publisher
Springer Fachmedien Wiesbaden
Publication Date
Sep 17, 2019
Volume
44
Issue
3
Pages
289–312
Identifiers
DOI: 10.1007/s11614-019-00369-w
Source
Springer Nature
Keywords
License
Yellow

Abstract

Der Beitrag setzt sich kritisch mit dem funktionalistischen „Ordnungs-“ und „Gelingensbias“ einer Auffassung von Praktiken in der gegenwärtigen soziologischen Praxistheorie auseinander, die Praktiken als ein weitgehend vorgefasstes, selbstläufiges Geschehen konzipiert, das seine Teilnehmer*innen ohne Reibungsverluste zu rekrutieren scheint. Diese theoretische Perspektive behandelt Dinge und Körper als einen bloßen Rohstoff oder als bereits praktikengerecht „zubereitete“ Träger der Praxis und blendet damit systematisch Momente und Situationen ihrer Unverfügbarkeit und Entfähigung aus. In dem Beitrag werden deshalb theoretische Konzepte und Methoden vorgeschlagen, die diesen Bias überwinden helfen können. Dies hat, so wird am Schluss angedeutet, auch politische Konsequenzen: Wenn sich Praxistheorie nicht nur für gelingende Praxisvollzüge interessiert, sondern auch die den Alltag vielfältig durchziehenden Momente einer der Ordnung sich entziehenden Unverfügbarkeit beobachtbar macht, aufsammelt und beschreibt, positioniert sie sich selbst als eine kritische Kraft in der gesellschaftlichen Praxis.

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