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Der Nationalökonom in der Schweiz

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Abstract

462 Der Nationalökonom in der Schweiz Wie der Hang zum akademischen Studium überhaupt, nimmt auch der Andrang zum Studium der Volkswirtschaftslehre rasch und stetig zu. Grund genug, um der Frage nach der künftigen Gestaltung des Arbeitsmarktes für Nationalökonomen besonderes Gewicht zu verleihen. Zudem bieten auch die generellen Aspekte und die Besonderheiten der Stellung des National- ökonomen allen Anlass, sich mit den Problemen dieses Berufes auseinanderzusetzen. Die Ver* einigung Akademischer Volkswirtschafter, Zürich, hat es deshalb als ihre Aufgabe betrachtet, die nun vorliegenden Volkszählungsergebnisse über das Betätigungsfeld der Nationalökonomen im schweizerischen Wirtschaftsleben auszuwerten. Dem Eidgenössischen Statistischen Amt, das ihr diese Aufgabe in zuvorkommender Weise erleichterte, sei auch an dieser Stelle für seine Bereitwilligkeit gedankt. I. Das Betätigungsfeld der Nationalökonomen im Lichte der Volkszählung 1941 Von Hans Guth, Zürich Solange die Volkszählungen nur den sogenannten gegenwärtigen Beruf erfassten, tauchten die Nationalökonomen — statistisch gesehen — als unbe- stimmbare Teilmasse in den verschiedenen Berufsarten unter; denn sie hatten sich ja in den Zählpapieren nicht als Nationalökonomen, sondern als kauf- männische Angestellte, Beamte, Lehrer usw. einzutragen. Auf Verlangen der Arbeitnehmerverbände und anderer Wirtschaftsorganisationen wurde nun aber 1941 zum erstenmal auch nach dem erlernten Beruf gefragt, bei Aka- demikern also vor allem nach der Studienrichtung. 1307 männliche und 77 weib- liche Berufstätige haben die Frage mit Nationalökonomie, Volkswirtschaft, nat. oec, rer. pol., oec. pubi., Staatswissenschaften, Wirtschaftswissenschaften und was der Bezeichnungen mehr sind, beantwortet, von den 315 ehemaligen Handelshochschülern abgesehen. Und eben diese rund 1400 Nationalökonomen, wie wir sie einheitlich nennen wollen, seien mit dem vorliegenden Aufsatz ins Blickfeld gerückt. Manches Wissenswerte über ihre beruf liehe

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