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Küngolt Kilchenmann, Die Organisation des zürcherischen Ehegerichts zur Zeit Zwinglis, Zürich 1946 (Quellen und Abhandlungen zur Geschichte des schweizerischen Protestantismus, Bd. 1)

Authors
Publisher
Zwingliana
Publication Date

Abstract

Kiingolt Kilchenmann, Die Organisation des zürcherischen Ehegerichts zur Zeit ZwingliS. Quellen und Abhandlungen zur Geschichte des schweizerischen Pro- testantismus, Bd. 1, 232 S. Zwingli-Verlag, Zürich 1946. Vorliegende Arbeit, die als Dissertation der juristischen Fakultät der Univer- sität Zürich eingereicht wurde, ist als Ergänzung zu Walther Köhlers monumentaler Darstellung des Zürcher Ehegerichts (Zürcher Ehegericht und Genfer Konsisto- rium. I. Das Zürcher Ehegericht und seine Auswirkung in der deutschen Schweiz zur Zeit Zwingiis, Leipzig 1932; vgl. Besprechung durch Hermann Escher in den Zwingliana, Band V, S.455-458) zu betrachten. Hat te jene vor allem den Zug ins Große, den Blick in weltweite Zusammenhänge geöffnet, sieht diese ins Kleine und geht den Einzelheiten nach. Ein einleitender Teil befaßt sich natürlicherweise mit der Entstehung des zürcherischen Ehegerichts, der zürcherischen Ehegesetzgebung und den Grundzügen des materiellen Eherechts; ein zweiter Teil berichtet über Ehegaumer, Stillstand und Ehegerichte in Winterthur und Stein a.Rh., über die eigentliche Organisation des Ehegerichts, Aufgaben und Zuständigkeiten von Ehe- gericht und Rat . Es zeigt sich dabei, daß das zürcherische Ehegericht, dessen räum- licher Kompetenzbereich das ganze zürcherische Hoheitsgebiet, dessen persönlicher Kompetenzbereich aber alle Personen aus den eidgenössischen Orten umfaßte, die sich irgendwie über die Erlaubnis zur Gerichtsbenützung ausweisen konnten, grund- sätzlich nur zuständig war in der Substantia vinculi: d.h. Zusammensprechung, Bestätigung der Ehe und Scheidung oder Befehl zur Fortsetzung oder Wieder- aufnahme der eheliehen Gemeinschaft. Alles andere - Entscheidung der Ansprüche um den Blumen, um Kind und Kindbett, in ehelichen Güterstreitigkeiten, vor allem aber Bestrafung und Vollzug - war mit wenigen Ausnahmen ganz dem Ra t vorbe- halten. Im ganzen schildert Küngolt Kilchenmann alle Probleme, die sich in Zürich mit der Ablösung von der bischöflichen Juris

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